Großer Gesprächsbedarf herrschte in der jüngsten Sitzung des Bau- und Umweltausschusses der Gemeinde Aurachtal. Von den Inhabern des Gasthofs "Zur Post" in Falkendorf lag ein Antrag auf Verlängerung der bereits erteilten Baugenehmigung vor. Diese bezog sich auf die Nutzungsänderung einer Metzgerei und eines Ladens in einen Gastraum sowie die Errichtung einer Garage, eines Carports und einer Biergartenterrasse.

Einige Ausschussmitglieder äußerten Bedenken, ob überhaupt noch geplant sei, das Vorhaben auch umzusetzen. Man sollte den Eigentümern aber auch die Chance lassen, zumal es keinen weiteren Gastronomiebetrieb im Ort gebe.

Pension kann kommen

Auch könne man bei einer Zustimmung nichts verlieren, hieß es. Schließlich erteilte das Gremium eine Verlängerung der Baugenehmigung um zwei weitere Jahre.

In einem anderen Antrag ging es um den Umbau eines Nebengebäudes in Münchaurach samt Dachgeschoss in eine Pension. Da der Gästebereich verkleinert wird und elf Stellplätze nachgewiesen werden können, waren alle Auflagen erfüllt. Der Ausschuss gab grünes Licht.

Auch ein Antrag auf isolierte Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplans lag dem Gremium vor. Dabei ging es um die Errichtung eines Sichtschutzzaunes in Falkendorf, der jedoch bereits steht. Vertretern des Landratsamt war bei einer Begehung aufgefallen, dass hierfür keine Genehmigung vorlag.

Zaun so hoch wie eine Hecken

Es gab Bedenken, dass der Sichtschutzzaun zu hoch sein könnte, auch wenn der direkte Nachbar damit kein Problem habe, schließlich seien die Hecken in der näheren Umgebung ebenfalls teils zwei Meter hoch.

Eine optische Schönheit, so war man sich im Gremium einig, stellte dieser Zaun sicher nicht dar, zumal die Gemeinde vor vollendete Tatsachen gestellt wurde. Wenn man schon nicht in seinen Bauunterlagen nachschaue, wie hoch sein Zaun sein darf, dann sollte man sich zumindest vorher erkundigen und schlaumachen.

Die Ausschussmitglieder beschlossen, den Antrag zurückzustellen und erst einmal das Gespräch mit dem Eigentümer zu suchen.

Gegen Mehrfamilienhaus

Ein weiteres Diskussionsthema war eine Voranfrage, ob in der Hauptstraße in Falkendorf ein Mehrfamilienhaus mit 15 Wohneinheiten errichtet werden kann. Die benötigten 33 Stellplätze würden in einer Tiefgarage geschaffen. Die Anfrage wurde abgelehnt, da das Gebäude für den Standort zu überdimensioniert ist. Auch gab es Bedenken wegen möglicher Emissionen aus dem gegenüberliegenden Kuhstall und wegen des hohen Verkehrsaufkommens.