Tödliche Unfälle in Mittelfranken: Gleich zwei schwere Verkehrsunfälle haben sich am Mittwochabend (18. Januar 2023) im Landkreis Erlangen-Höchstadt ereignet. Dabei kam jeweils ein Mensch ums Leben.

Im ersten Fall war ein 18-jähriger Autofahrer gegen 18.45 Uhr auf der Staatsstraße 2260 von Wachenroth in Richtung Mühlhausen unterwegs. Hier kam er aus bislang unbekannter Ursache mit seinem Fahrzeug in den Gegenverkehr und kollidierte frontal mit einem entgegenkommenden Fahrzeug. Durch die Wucht des Aufpralls wurden beide Fahrzeuge von der Fahrbahn geschleudert und blieben dort liegen.

Nach Unfall bei Wachenroth: Fahranfänger hat schwere Verletzungen

Der 18-Jährige wurde mit einem Rettungshubschrauber mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Für den 55-jährigen Fahrer des zweiten Wagens kam jedoch jede Hilfe zu spät: Er verstarb noch an der Unfallstelle, wie das Polizeipräsidium Mittelfranken berichtet. Seine 38-jährige Beifahrerin wurde mit schweren Verletzungen ebenfalls in eine Klinik eingeliefert.

Beamte der Polizeiinspektion Höchstadt nahmen den Unfall vor Ort auf. Die Beamten wurden dabei auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth von einem Gutachter unterstützt. Neben den Polizeibeamten waren zahlreiche Kräfte umliegender Feuerwehren vor Ort. Die Straße musste während der Bergung zeitweise komplett gesperrt werden.

Der zweite Unfall ereignete sich fast zeitgleich in Falkendorf: Gegen 18.50 Uhr befuhr ein 78-Jähriger mit seinem Fahrrad den Gehweg entlang der Hauptstraße (Staatsstraße 2244), entgegen der Fahrtrichtung, in Richtung Münchaurach. Nahe der Abzweigung in Richtung Buch geriet er aus bislang unbekannter Ursache mit seinem Fahrrad auf die Fahrbahn und kollidierte dort mit dem Auto einer 69-Jährigen, die aus Richtung Münchaurach kam.

Staatsstraße nach Kollision bei Falkendorf gesperrt

Der 78-Jährige erlitt bei dem Zusammenstoß tödliche Verletzungen, die 69-Jährige blieb unverletzt. Der entstandene Sachschaden wird nach derzeitigem Stand auf etwa 3500 Euro geschätzt. Die Staatsstraße musste bis ungefähr 21.15 Uhr komplett gesperrt werden.

"Selbstverständlich ist es für jede beteiligte Einsatzkraft dramatisch, wenn es um Schwerverletzte oder gar Tote an der Einsatzstelle geht", sagte Sebastian Weber, Pressesprecher der Kreisbrandinspektion Erlangen-Höchstadt im Gespräch mit News5. "In der sogenannten Chaosphase ist es die Arbeit von Feuerwehr und Rettungsdienst. Im Nachgang geht das Ganze eher an die Substanz." Für Angehörige und Einsatzkräfte wurde eine psychosoziale Notfallversorgung alarmiert.

Beamte der Polizeiinspektion Herzogenaurach übernahmen die Unfallaufnahme. Darüber hinaus waren Kräfte der Feuerwehr Falkendorf im Einsatz. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft zogen die Polizeibeamten außerdem einen Unfallsachverständigen hinzu.

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