1969 hatte das Musical nach der Romanvorlage von Charles Dickens von Lionel Bart eine gelungene Premiere am Broadway. Schulleiter Bernhard Lohneiß sprach am Ende der fast fünfstündigen Aufführung von einer gelungenen Premiere des Zusammenwirkens verschiedener Fachbereiche der Schule.
Sein Gedankenbogen vom Kultort des Musicals zum Aischgrund war berechtigt angesichts der vielen hervorragenden Leistungen. Der musikalischen sowieso, für die Ariane Dammann-Ranger mit ihren Fachkollegen Maria Tamm-Kaufmann, Georg Schlee und Rüdiger Kaufmann die Verantwortung trug. Die Regie lag in den Händen von Ulrike Moldenhauer-Alzner und Christine Prinz. Die choreographie in den Händen von Christiane May-David.

Den Fluss der Aufführung in Originallänge bestimmten - und das bemerkt man erst, wenn es irgendwo hapert - die "niederen Dienste am Theater". Exemplarisch seien hier nur die "Kulissenschieber" genannt, die lautlos und schnell für die vielen nötigen Umbauten des Bühnenbilds sorgten. Die Kulissen waren das einzige, was nicht aus der "Werkstatt" des Gymnasiums stammte. Ein befreundeter Musikerzieher aus Annweiler in der Pfalz hat sie zur Verfügung gestellt.
Allen auf der Bühne darf man hohe Theaterpräsenz und stimmliche Leistungen bescheinigen. Man darf auch getrost Respekt bekunden, vor allem, wenn man da s Alter der Hauptdarsteller kennt. Die sehr umfangreiche Hauptrolle des Oliver Twist übernahm en an je einem Aufführungstag Jesko Fröhlich und am Donnerstag Daniel Fischer. Beide besuchen die sechste Klasse. Ihr kindlicher Gegenpart Artful Dodger wurde von Vivein Ranger verkörpert. Sie geht in die Siebte. In der zweiten Aufführung von Dominik Schwägerl, noch einer aus der Sechsten.
Die anderen Hauptrollen übernahmen Schüler bis zur Q 12. Einige Ehemalige spielten die älteren Erwachsenen. Hervorzuheben ist noch Hanswolf Popp, der einen überzeugenden Trickdiebmeister Fagin gab, sowohl schauspielerisch als auch als Sänger. Und auch ein verdientes Lob an das Orchester.