Melanie Roppelt ist gerade mal 28 Jahre jung. Dennoch wurde die Förtschwinderin in der Frühjahrsversammlung des Singvogelschutzvereins vom Vorsitzenden Stefan Arneth und Höchstadts stellvertretender Bürgermeisterin Irene Häusler (FW) für 25-jährige Treue zum Verein ausgezeichnet.

Das an sich ist schon etwas Seltenes. Dass aber die Kinder der Geehrten, die vierjährige Alina und der dreijährige David, ebenfalls schon als Mitglieder den Singvogelschützern angehören, verwundert dann doch. Damit aber nicht genug: Mit Melanies Mutter Renate, ebenfalls Vereinsmitglied und Uroma Agathe Roppelt, waren im Feuerwehrhaus vier Generationen Vogelschützer aus der Familie Roppelt versammelt. Agathe Roppelt wurde vor vier Jahren beim Vereinsjubiläum aufgrund ihrer 50-jährigen Mitgliedschaft zum Ehrenmitglied ernannt. Ihr verstorbener Ehemann war dabei, als der Verein aus der Taufe gehoben wurde. Den "Nachwuchs" hat nun "Opa Manfred" angemeldet. Er selbst hatte an diesem Abend allerdings anderes zu tun.

"Wenn man jung ist, hat man meist andere Interessen", erzählt die junge Mutter Melanie. Dennoch sei sie hin und wieder auch zur Vogelstimmenwanderung mitgegangen. Ihre Mutter Renate hatte dazu wenig Zeit: "Wenn Wanderung war, stand ich meist für den Verein in der Küche und habe gearbeitet", erzählt sie. Und Ehrenmitglied Agathe Roppelt hat natürlich auch getan, was sie konnte, beispielsweise beim Schmücken des Osterbrunnens geholfen.

Außer Melanie Roppelt wurden Josef Oettinger aus Sterpersdorf für zehn Jahre und Anna Zöberlein aus Förtschwind für 50 Jahre im Singvogelschutzverein ausgezeichnet. Anna Zöberlein überreichte der Vorsitzende neben der Urkunde die Skulptur eines Eisvogels. Der Buntgefiederte war jedoch nicht der Vogel des Jahres. Das ist 2012 die Dohle, über die der Vorsitzende und sein Stellvertreter Gerhard Utzmann viel zu berichten wussten. Wie Arneth weiter informierte, hatte der Verein im vergangenen Winter zwei Zentner Vogelfutter am Vereinsfutterplatz ausgebracht.

Die Mitglieder hatten weitere 25 Zentner privat geordert. Die Vogelzählung bei der "Stunde der Wintervögel" habe erbracht, dass der Amselbestand von Platz 3 im Vorjahr auf Platz 6 zurückgefallen sei. Der Hausspatz nehme bei der Zählung Platz eins ein. Die nächste Zählung sei die "Stunde der Gartenvögel" vom 11. bis 13. Mai.
Die Vogelstimmenwanderung findet am Donnerstag, 17. Mai, statt. Treffpunkt ist um 6 Uhr am Feuerwehrhaus in Förtschwind.