Seit Jahren lag der Spielplatz an der Adelsdorfer Flurstraße, der gegenüber dem Eisweiher liegt, ein wenig im Dornröschenschlaf. Der ist jetzt definitiv vorbei, hoffen Alexander Grad (Ideenlieferant), Kathrin Nißlein (Landschaftsarchitektin), Karin Frey (Organisatorin in Adelsdorf) sowie Bürgermeister Karsten Fischkal und seine Stellvertreterin Jutta Köhler.

Mit 75 000 Euro, von denen die Hälfte aus Fördermitteln des LAG Aischgrund stammten, konnte der Platz gestaltet werden. Die Ideen reichten von Fühlpfad über ein Kneippbecken mit Wasser, doch Alexander Grad wünschte etwas für Jugendliche. Bei diesen ist Calisthenic, Gymnastik im Freien, oder "Street-Workout" angesagt: Mit Klimmzugstangen, Barren und Hangelstrecken kann der Körper trainiert werden, ohne etwas anderes als das eigene Gewicht einzusetzen.
Seit 2011 gibt es in diesem Sport, der Anfang des Jahrhunderts seinen Siegeszug von New York über die Welt antrat, sogar Weltmeisterschaften.

Wer auf Youtube den Suchbegriff "Streetworkout" eingibt, bekommt auf Videos zu sehen, was diese Sportart ausmacht. Die Jugendlichen, die ihren Körper trainieren, achten dabei auch auf ihre Gesundheit, erzählt Alexander Grad. Es wird weder geraucht, noch Alkohol getrunken: "Das ist voll der Lifestyle", schwärmte der junge Mann und schlug dem Bürgermeister vor, dass hier auch ein Wettbewerb stattfinden könnte.

Tafeln neben den Geräten

Während der Spielplatz am Läusberg eher für jüngere Kinder gut geeignet ist, entstand hier eine Fläche, auf der sich sowohl Jugendliche, als auch Erwachsene sportlich betätigen und ihre Motorik ebenso wie ihr Gedächtnis trainieren können: Schach, Mensch-Ärger-dich-nicht, Tic-Tac-Toe, und die Angebote zum Stretching und Workout stehen zur Auswahl.

Neben den einzelnen Geräten sind Tafeln angebracht, auf denen Übungsvorschläge stehen. "Man kann um den Eisweiher joggen - und hier beispielsweise Krafttraining betreiben", erklärte Fischkal, der noch weitere Ideen hat, um Adelsdorf und die anderen Kommunen im interkommunalen Verbund attraktiver für die Menschen zu machen, die hier leben. Dann könnten die Fitnessangebote der einzelnen Gemeinden miteinander vernetzt werden, so dass die Menschen von einem Ort zum anderen joggen oder mit dem Fahrrad fahren könnten.