Misshandelte Hündin Donna gestorben: "Letztes Kapitel gehörte der Liebe"

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Missbrauchte Hündin Donna aus Erlangen gestorben: Schweres Schicksal
So abgemagert war die Hündin Donna, als sie 2024 ins Tierheim Erlangen kam (Archivbild).
Tierheim Erlangen tief berührt von Hundeschicksal: "Wie konnte es nur so weit kommen?"
Tierheim Erlangen
Missbrauchte Hündin Donna aus Erlangen gestorben: Schweres Schicksal
Die Vergangenheit kann man nicht ungeschehen machen. Hündin Donna konnte zumindest zwei Jahren ihres Lebens in Liebe und Sicherheit verbringen (Archivbild).
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Missbrauchte Hündin Donna aus Erlangen gestorben: Schweres Schicksal
Dieses Bild postete das Tierheim Erlangen noch einmal in Gedenken an Donna.
Die Hündin Donna.
Tierheim Erlangen

Ihre Geschichte war schockierend. Jetzt ist die missbrauchte Hündin Donna aus Franken verstorben. So nimmt das Tierheim Erlangen und die Familie Abschied.

Die Hundedame Donna aus Erlangen ist im Alter von 13 Jahren verstorben. Das postete die Familie, bei der die Hündin ihren Lebensabend verbringen konnte, am Dienstag (27. August 2026) auf ihrem Instagram-Account. Donnas Schicksal, das in ihrem ersten Lebensteil von großem Leid bei ihrem ehemaligen Halter geprägt war, berührte unzählige Herzen.

Auch das Erlanger Tierheim nimmt heute Abschied von Donna. "Im Nachgang sind wir super froh, dass wir Donna zu dieser Familie vermittelt haben", betont Tierpflegerin Laura Legradi vom Tierheim Erlangen im Gespräch mit inFranken.de. "Sie hat es dort richtig toll gehabt und super viel Liebe bekommen."

"Friedlich gegangen": Hündin Donna aus Erlangen musste nicht mehr leiden

Das Tierheim verabschiede sich von Donna "mit einem lachenden und einem weinenden Auge", so Legradi weiter, "weil sie es noch so schön gehabt hat". Donnas Leben habe sich bei der Familie "um 180 Grad gedreht". Es sei wohl ein "würdevolles Gehen" gewesen. Das Tierheim Erlangen vermittelte unlängst auch Katzen im Doppelpack an erfahrene Katzenfreunde.

Der Instagram-Post der Familie beschreibt sehr emotional die Fassungslosigkeit über den Verlust, aber auch die Liebe, die Donna in den letzten Jahren erfahren durfte: "Unser über alles geliebtes Mädchen, unser Frosch, ist gestern getragen von unendlicher Liebe friedlich über die Regenbogenbrücke gegangen. An ihrem Lieblingsplatz bei wunderschönem Wetter und im Kreis ihrer Familie. Als ihr Körper langsam die Kraft losließ, haben wir sie gehalten, gestützt und aufgefangen."

Die Familie bedankte sich bei allen, die in den letzten Tagen an sie und Donna gedacht und Anteil genommen hatten. "Wir wollten ihr zeigen, dass man vertrauen darf, sicher sein darf und bedingungslos geliebt wird. Donnas Geschichte endete nicht mit Hass. Ihr letztes Kapitel gehörte der Liebe."

"Mach’s gut, du tapferes Mädchen": Bewegende Geschichte der Hundedame Donna

Auf Facebook schrieb das Tierheim am heutigen Donnerstag (27. August 2026): "Wir wünschen dir eine gute Reise über die Regenbogenbrücke, deiner Familie und deiner Hundefreundin ganz viel Kraft in dieser schweren Zeit. Dank ihnen hattest du einen so wunderschönen, goldenen Herbst des Lebens. Voll mit Liebe, Geborgenheit und schönen Momenten. Mach’s gut, du tapferes Mädchen."

Die Hündin war 2024 völlig ausgemergelt aus einer Beschlagnahmung zum Tierheim Erlangen gekommen. "Sie ist wahnsinnig unterernährt", so Legradi damals im Gespräch mit inFranken.de. Auch ihre Blutwerte seien "erschreckend" gewesen. Auch Missbrauch durch ihren ehemaligen Halter stand später im Raum, wie sich im Verlauf herausstellte. 

Dann wurden auch noch Metastasen an Donnas Lungen entdeckt. Doch die Hündin gab nicht auf, konnte noch zwei Jahre bei ihrer neuen Familie verbringen.

Schwere Vorwürfe gegen ehemaligen Hunde-Halter: Tierheim Erlangen "traurig über das Urteil"

Zu Donnas Fall gab es unlängst eine juristische Entscheidung. Laut Medienberichten hatte der Deutsche Tierschutzbund bereits 2024 Anzeige gegen den Halter erstattet. Die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth nahm sich zunächst des Falls an und erhob schließlich Anklage gegen den Mann aus dem Landkreis Erlangen-Höchstadt.

Er soll die Hündin vernachlässigt, und – so der Vorwurf – sogar sexuell missbraucht haben. Auch in den Medien war immer wieder die Rede von Donnas "Trauma" – besonders nachts soll sie Angst und Panikattacken gehabt haben, geschlossene Räume nicht aushalten können.

Schlussendlich nahm die Staatsanwaltschaft die Anzeige zurück. Der ehemalige Halter sollte 9000 Euro Strafe zahlen wegen Verstößen gegen das Tierschutzgesetz. "Wir sind sehr traurig über das Urteil", so Legradi auf Nachfrage von inFranken.de. "Die Meinungen spalten sich extrem. Aber die Tierschutzcommunity ist sich eigentlich sehr einig." Man habe sich ein anderes Urteil gewünscht.

Nach Donnas Tod: Große Anteilnahme online

Donnas Geschichte berührte tausende Menschen, ganz besonders im Netz. Auch Spenden und Geschenke erreichten damals das Tierheim, als Donna dort versorgt wurde. Nach Donnas Tod ist die Anteilnahme online unter dem Post der Familie groß. Eine Nutzerin schreibt: "Ich habe Donnas Geschichte damals von Anfang an mitverfolgt, und es hat mir das Herz gebrochen, was sie alles ertragen musste. Bei euch durfte sie noch zwei Jahre lang erleben, wie es ist, geliebt zu werden, sich sicher und geborgen zu fühlen."

"Was Donna in ihrem Leben erleben musste, kann man nicht ungeschehen machen," schreibt eine andere Nutzerin in ihrem Kommentar. "Aber ihr habt ihr gezeigt, dass Liebe stärker sein kann als all das, was sie früher erfahren musste. Ihr letztes Kapitel war nicht von Angst oder Hass geprägt, sondern von Familie und Liebe. Und genau das wird für immer bleiben."

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