Wieder einmal macht der Eichenprozessionsspinner den Menschen zu schaffen. Die lästige Raupe des Falters fällt in mehr oder weniger großen Ansammlungen über die Eichen her. So auch an der Kreisstraße zwischen Beutelsdorf und Herzogenaurach.

Die Radfahrer und Fußgänger werden dort mit Schildern davor gewarnt, den Schädlingen zu nahe zu kommen. Denn die Bäume entlang des Radwegs sind befallen, wie die Pressesprecherin des Landratsamts, Hannah Reuter-Özer, auf Anfrage bestätigte. Jetzt am Wochenende soll der Eichenprozessionsspinner dort "manuell entfernt" werden.

Da an dieser Radwegverbindung viele Bäume aneinandergereiht stehen - der Kreisbbauhof spricht von "Alleecharakter" - und diese auch relativ nah am Radweg stehen, habe der Bauhof vorsorglich Schilder aufgestellt, berichtet die Pressesprecherin. Für den Bauhof ist das offensichtlich eine Art "Teststrecke", ob die Warnschilder angenommen werden. Hannah Reuter-Özer: "Damit soll verhindert werden, dass Fußgänger die Raupen anfassen, da deren Brennhaare allergische Reaktionen auslösen können."

Das Gesundheitsamt teilt hierzu mit, dass sowohl die Raupen als auch die Gespinster allergen sind. Auslöser für Reaktionen sind die Brennhaare. Es wird folgendes geraten: "Wer ein solches Gespinst oder Raupen auf öffentlichem Grund sieht, ruft am besten die Feuerwehr oder das örtliche Ordnungsamt."

Auf privatem Grund seien die Privatleute aber selbst dafür zuständig, die Nester oder Raupen zu beseitigen.

Am besten meiden

Wer mit den Brennhaaren in Kontakt gekommen ist und bei sich eine allergische Reaktion beobachtet, soll am besten einen Arzt aufsuchen, empfiehlt das Gesundheitsamt. Und noch einen Rat hat die Behörde parat: "Wer weiß, dass er zu starken allergischen Reaktionen neigt, meidet am besten die Gegenden mit Eichenprozessionsspinner."