Am Mittwoch (13. April 2022) sorgten drei Unfälle für Verkehrsbehinderungen auf den Autobahnen im Raum Erlangen. Wie die Verkehrspolizei Erlangen mitteilt, ereignete sich der folgenschwerste Unfall bereits am Morgen auf der A3 in Richtung Regensburg.

Gegen 10.15 Uhr wollte der Fahrer eines Sattelzugs auf Höhe des Parkplatz "Weißer Graben" von der mittleren auf die rechte Spur wechseln. Dabei übersah er im toten Winkel ein Auto. Der Wagen wurde am Heck erfasst und schleuderte quer über alle drei Spuren.

Schwerer Unfall auf A3 bei Erlangen: Sattelzug trifft Auto - über alle Fahrbahnen geschleudert

Auf der linken Spur prallte das Fahrzeug gegen ein weiteres Auto, bevor es an der Mittelschutzplanke entgegen der Fahrtrichtung zum Stillstand kam. Das andere Auto wiederum wurde durch den Aufprall vor den Sattelzug geschleudert und von diesem ein Stück mitgeschleift. Am Anfang der Außenschutzplanke kippte der Wagen in den Graben und blieb auf dem Dach liegen.

Sowohl die zwei Insassen des ersten, als auch die vier Personen, die im zweiten Unfallfahrzeug saßen, kamen mit leichten Verletzungen in ein Krankenhaus. Darunter waren auch zwei Kinder im Alter von 6 und 14 Jahren. Die A3 musste für die Rettungs- und Bergungsarbeiten zunächst komplett gesperrt werden, später wurde zumindest eine Spur freigegeben. Es mussten beide Autos abgeschleppt werden, der Sachschaden liegt bei rund 20.000 Euro. Der Verkehr staute sich bis über das Kreuz Fürth/Erlangen hinaus.

Am Nachmittag kam es auf der A73 zwischen Möhrendorf und Baiersdorf ebenfalls zu einem schwereren Unfall. Eine 53-Jährige war in Richtung Bamberg unterwegs, erkannte im dichten Berufsverkehr aber zu spät, dass die drei Fahrzeuge vor ihr stark abbremsten. Sie fuhr auf und schob alle drei Autos aufeinander.

Langer Stau auf A73: Zusammenstoß mit fünf Autos und einem Lastwagen

Auch ein nachfolgender 27-Jähriger erkannte die Situation zu spät. Er versuchte noch auszuweichen, prallte aber dennoch gegen das Fahrzeug vor ihm sowie einem Sattelzug, der auf der rechten Spur fuhr. Zwei der Unfallbeteiligten zogen sich leichte Verletzungen zu, die im Krankenhaus behandelt werden mussten.

Von den insgesamt sechs beteiligten Fahrzeugen mussten drei abgeschleppt werden. Dafür war zunächst eine Vollsperrung notwendig. Der Rückstau war bis zu neun Kilometer lang.

Am Abend kam es schließlich zu einem weiteren Zusammenstoß: An der Anschlussstelle Nürnberg-Nord fuhren zwei Autos an der Auffahrt von der B2 aufeinander. Auch hier wurden beide Fahrer leicht verletzt.

Vorschaubild: © Benjamin Nolte/dpa (Symbolbild)