Mit einem Spitzenspiel wartet die Kreisklasse 1 ER/PEG am Sonntag auf: Tabellenführer ASV Höchstadt empfängt den direkten Verfolger aus Hemhofen. TSV-Abwehrspieler Peter Kunz erklärt im Steilpass-Gespräch, wie der Lauf des Liga-Neulings zustande kommt und inwiefern sich der Hemhofener Fußball in den letzten Jahren weiterentwickelt hat.

Wer hat Sie angespielt?
Peter Kunz: Ich wurde von Daniel Nüssel angespielt. Wir haben in der Jugend in Effeltrich zusammengespielt. Er ist ein super Typ und ein guter Torwart. Über Poxdorf ist er inzwischen in Weingarts gelandet. Das habe ich aber auch nur über den Steilpass erfahren, da der Kontakt zwischen uns beiden leider eingeschlafen ist.

Ihre Mannschaft ist nach dem Aufstieg momentan Tabellenzweiter und seit vier Partien ungeschlagen.
Was macht den TSV Hemhofen zurzeit so stark?

Wir stehen defensiv kompakt und kassieren sehr wenige Gegentore. Gleichzeitig kann jeder von uns Tore schießen, weshalb wir schwer auszurechnen sind. Das ist derzeit unser Erfolgsrezept. Außerdem zeichnet sich unsere Truppe durch einen starken Zusammenhalt aus. Wir haben keine Individualisten mehr, die sich als Stars fühlen. Das war in Hemhofen nicht immer der Fall.

Wie hat sich denn der Hemhofener Fußball verändert?
Man muss die Entwicklung über mehrere Jahre betrachten. Unter Trainer Martin Siegel wurden einst viele Auswärtige nach Hemhofen geholt. Das Projekt damals ist jedoch leider gescheitert. Anschließend wurde versucht, mit jungen Eigengewächsen etwas Neues aufzubauen. Damals waren wir kurz vor dem Abstieg in die B-Klasse.
Dann kam zum Glück Constantin Büle als Spielertrainer zu uns. Er hat viel Sachverstand mitgebracht und ist sowohl als Trainer als auch auf dem Rasen wichtig. Ohne Costa würden wir nicht da stehen, wo wir heute sind.

Am Sonntag treffen Sie auf den Tabellenersten, den ASV Höchstadt. Fällt in diesem Spiel die Vorentscheidung im Aufstiegsrennen?
Das kann man so nicht sagen. Ich denke, beide Teams können mit dem bisherigen Saisonverlauf äußerst zufrieden sein. Besonders wir als Aufsteiger haben davon profitiert, dass uns viele Gegner am Anfang unterschätzt haben. Inzwischen sind wir an dem Punkt angekommen, dass wir allen zeigen wollen, dass Hemhofen guten Fußball spielen kann und möglichst lange oben mitmischen möchte. Der Gewinner wird bis zur Winterpause an der Spitze sein. Aber ich erwarte, dass in der Rückrunde Mannschaften wie Möhrendorf aufdrehen werden.

Der ASV hat mit Imam Ramadan Chousein einen Toptorjäger in seinen Reihen. Wie wollen Sie diesen unter Kontrolle bringen?
Er hat in zwölf Spielen 18 Mal getroffen. Das sagt alles über seine Qualität aus. Er schafft es, aus halben Chancen Tore zu erzielen und ist immer brandgefährlich. Aber wenn wir ihn doppeln und immer eng am Mann stehen, wird uns das schon gelingen.

An wen passen Sie weiter?
Ich möchte Martin Siegel vom SC Uttenreuth anpassen. Er war in Hemhofen mein erster Herrentrainer und ist ein klasse Typ und zudem ein starker Sechser.