Die Meistersaison des FC Herzogenaurach startete in der Kreisliga 1 ER/PEG mit einer Niederlage. Am ersten Spieltag verlor der Bezirksliga-Absteiger mit 0:1 gegen den TSV Röttenbach, rappelte sich danach allerdings auf und blieb in Folge 27 Spiele ungeschlagen. "Wir waren gegen Röttenbach dominant, haben aber unsere vielen Chancen nicht verwertet", sagte Spielführer Eric Stübing unserem Partnerportal anpfiff.info.


Im Derby platzte der Knoten

Obwohl sich die mangelhafte Chancenverwertung auch in den nächsten Spielen fortsetzte, war den Herzogenaurachern früh klar, dass sie in dieser Spielzeit etwas Großes erreichen können.
Der offensive Knackpunkt war für Eric Stübing das Derby gegen den ASV Niederndorf, mit dem das Team den Abstieg aus der Bezirksliga endgültig abhakte und das Projekt Wiederaufstieg in Angriff nahm.
Dennoch blieb die Kreisliga 1 spannend wie lange nicht. Herzogenaurach punktete regelmäßig, biss sich an den anderen Top-Teams aber oft die Zähne aus. Das erste richtige Spitzenspiel gewannen die Herzogenauracher erst im Mai 2016 gegen den SC Adelsdorf. Zwei Spieltage vor Saisonschluss hatten sie dann sogar den ersten Matchball. "Wir wussten, dass alles außer einer Niederlage gegen Weisendorf fast sicher die Meisterschaft bedeuten würde", erinnert sich Stübing. Nach einer Gewitter-Unterbrechung drehte der Gegner jedoch die Partie und war fortan punktgleich mit den Pumas. Diese richteten den Fokus auf den letzten Spieltag und ein mögliches Entscheidungsspiel, doch weil der ASV patzte, setzte sich das Team von Spielertrainer Jakob Karches doch ohne Umweg die Krone auf.
Und das in der besten Kreisliga aller Zeiten? "Absolut, das kann man nur bestätigen", lautet die Antwort von Eric Stübing. "Vor der Saison musste man sieben oder acht Mannschaften auf dem Zettel haben. Alle haben damit gerechnet, dass es bis zum letzten Spieltag geht. Wir verlieren nur zwei Mal, holen 72 Punkte und werden trotzdem nur mit Glück am letzten Spieltag Meister. Natürlich ist es eine große Genugtuung, dass wir aus dieser Saison als Aufsteiger hervorgehen."


Pädagogisch und umgänglich

Nach dem Last-Minute-Abstieg im Vorjahr verpflichtete der FC Herzogenaurach mit Jakob Karches einen Trainer-Neuling, der schon bald von Rudi Litz als sportlichem Leiter unterstützt wurde. "Jakob ist sowohl sportlich als auch menschlich eine tolle Person", lobt der Spielführer, der seinen Stammplatz aber auch dann fast sicher hätte, wenn er etwas anderes sagen würde. "Er hat uns nach dem Abstieg schnell aus dem Tief gezogen und seine Spielphilosophie durchgesetzt. Vom Typ her ist er sehr pädagogisch und umgänglich, kommuniziert viel und war natürlich auch eine Verstärkung für unsere Defensive."
Der Zweitplatzierte ASV Weisendorf schoss mit 100 Toren die meisten in der abgelaufenen Saison - absolute Spitze. Defensiv war allerdings Herzogenaurach das Maß aller Dinge. Nur 19 Gegentreffer in 30 Partien ist ein sehr guter Wert. "Dass unsere Defensive die Meisterschaft gewonnen hat, ist klar. Von mir als Stürmer geht ein großes Kompliment an die Jungs in der Hintermannschaft. Wir haben vorne viele Chancen vergeben, aber sie haben uns den Rücken immer freigehalten."


Die Pause ist sehr kurz

Eric Stübing zog sich einen Innenbandriss zu und fällt noch vier bis fünf Wochen aus. Wenn er wieder fit ist, geht die Saison in der Bezirksliga los. "Die Pause für uns ist brutal kurz. Wir haben jetzt vielleicht eineinhalb Wochen frei, dann geht es in die Vorbereitung und wir müssen gleich wieder in den Rhythmus kommen." Der letzte Bezirksliga-Abstecher der Pumas dauerte nur ein Jahr - diesmal, so ist Eric Stübing überzeugt, wird das nicht passieren.
Als Grund nennt er die Neuzugänge des FCH, die der Verein vor und während der abgelaufenen Saison geholt hat. "Alles super Typen, die perfekt in unser Team passen. Jeder einzelne war eine Verstärkung. Zudem haben wir jetzt ein weiteres Jahr zusammen verbracht und sind eingespielt. Ich gehe fest vom Klassenerhalt aus und würde sagen, dass wir besser sind, als in der vorletzten Saison."