Nach dem Aufstieg in die Bezirksliga setzt der SV Tennenlohe heuer alles daran, die Klasse zu halten. Damit dies gelingt, muss Defensivroutinier Christian Gauglitz den Laden vor dem eigenen Gehäuse zusammenhalten. Wenn die Mannschaft des 32-Jährigen noch ihre Heimschwäche abstellen kann, steht dem Ligaverbleib nichts mehr im Wege.

Wer hat Sie angespielt?
Christian Gauglitz: Rudi Litz ist ein enger Freund meiner Familie. So habe ich ihn privat kennengelernt und schätze ihn als Person sehr. Er ist ein ehrlicher Typ und man kann mit ihm über alles reden. Wir treffen uns mehrmals im Monat zum gemeinsamen Abendessen und schauen Bundesliga, wenn ein interessantes Spiel übertragen wird.
Zudem hatte ich das Vergnügen, mit ihm als spielendem Trainer bei SC Hertha Aisch Fußball zu spielen.
Es war schon toll, ihn im Team zu haben, zumal er zu diesem Zeitpunkt schon knapp 40 Jahre alt, aber immer noch ein Leistungsträger in der Kreisliga war. Man hat von ihm einiges lernen können. Rudi hat auch immer versucht, jungen Spielern die Möglichkeit zu geben, sich zu entwickeln.

Sie selbst warten nach drei Spieltagen im Jahr 2016 noch auf einen Sieg. Woran hapert es momentan?
Ich finde, wir sind in vielen Situationen zu naiv. Vor dem Tor fehlt uns die Kaltschnäuzigkeit und wir haben nicht die Durchschlagskraft, die in der Bezirksliga notwendig ist. In der Abwehr passieren uns zu viele individuelle Fehler, die sofort bestraft werden. Die Qualität ist definitiv vorhanden, um in der Bezirksliga zu bestehen.

Hat Ihre Mannschaft den Abstiegskampf angenommen und verinnerlicht?
Momentan gilt es, nicht unbedingt gegen Mannschaften wie Hüttenbach am Karsamstag, sondern gegen die direkten Konkurrenten, wie am Montag gegen Diepersdorf und später gegen den FC Stein oder Post-SV Nürnberg Punkte zu holen. Uns ist bewusst, dass wir uns im Abstiegskampf befinden. Daher dürfen wir nicht verkrampft und ängstlich in die kommenden Spiele gehen. Wir müssen stattdessen konzentriert und mutig zu Werke gehen.

Am Samstag treffen Sie auf den Vierten aus Hüttenbach-Simmelsdorf. Was erwarten Sie von diesem Spiel?
Hüttenbach ist ebenfalls schlecht - mit zwei Niederlagen und einem Unentschieden - in die Rückrunde gestartet. Ich sehe unseren Kunstrasen immer noch als leichten Vorteil, weil wir regelmäßig darauf trainieren können. Gegen Burgfarrnbach ging die Tendenz schon klar bergauf und die Stimmung in der Mannschaft ist trotz der brenzligen Situation gut und positiv. Wir benötigen nur ein Erfolgserlebnis.

Bisher präsentiert sich Ihre Mannschaft auswärts wesentlich stärker als zu Hause. Wie erklären Sie sich diese Heimschwäche?
Auswärts gehen wir vermutlich konzentrierter und defensiver in die Begegnungen und lassen den Gegner das Spiel machen. Das liegt uns wahrscheinlich besser. Allerdings dürfen wir uns nicht auf die Auswärts-Statistik verlassen und müssen zu Hause ebenfalls punkten. Am besten schon in beiden Heimspielen am Osterwochenende.

An wen passen Sie weiter?
Mein nächster Kandidat ist mein Bruder Andreas Gauglitz. Er spielt aktuell für die Kickers Erlangen.