Seit etwa vier Wochen heißt es für die Handballherren der Turnerschaft Herzogenaurach: schwitzen, schwitzen und noch einmal schwitzen. Denn die Vorbereitung auf die bevorstehende Bezirksoberliga-Saison läuft bereits auf Hochtouren. Dafür hat sich Spielertrainer Ingo Kundmüller ein ausgefeiltes Programm überlegt, das sowohl die körperliche Fitness als auch den Teamgeist stärken soll.
Die wohl wichtigste Meldung nach einer Saison betrifft die Zusammensetzung des Kaders. Diesbezüglich gibt es bei den Herren der Turnerschaft nur einige wenige Neuigkeiten zu vermelden. Schließlich bleibt das Grundgerüst der Mannschaft im Vergleich zum Vorjahr vollends bestehen. Komplettiert wird dieses durch drei Neuzugänge aus den Reihen der ehemaligen Bundesliga-Jugend des HC Erlangen: Mit Jendrik Großhauser, Pascal Will und Ferdinand May er stehen neuerdings drei gerade volljährige Talente im Dienst der Aurachstädter.


Bernhard Auer ist wieder fit

Während der baumlange Großhauser eine zusätzliche Alternative für die linke Seite darstellt, fungiert der durchsetzungsstarke Will als neue Kraft am gegnerischen Kreis. Zudem kehrt mit Mayer ein talentierter Jung-Keeper zurück nach Herzogenaurach, der bereits für diverse TSH-Juniorenteams angetreten ist. Damit gewannen die Schuhstädter ein Trio, von dem sich Kundmüller in den ersten Vorbereitungswochen ein positives Bild machen konnte: "Die Jungs bringen allesamt großes Potenzial mit und passen auch charakterlich gut dazu. Bisher bin ich äußerst zufrieden, wenngleich aber auch alle drei sich noch an den Herrenhandball gewöhnen müssen. Aber ich bin mir sicher, dass sie unsere Lücken optimal füllen werden."
Diese werden von Marco Loncar (Wechsel zur HSG Erlangen/Niederlindach) und Martin Manz hinterlassen. Letzterer wird zukünftig aus zeitlichen Gründen kürzer treten und steht von nun an lediglich als Standby-Spieler zur Verfügung. "Wir haben Martin viel zu verdanken und daher ist es natürlich schade, dass er nicht mehr dabei ist", meint Kapitän Jonas Hirning, "deswegen würde es uns natürlich auch sehr freuen, wenn er trotzdem noch das eine oder andere Mal zum Team dazu stoßen würde." Dazu stoßen wird auch wieder Bernhard Auer. Der frühere Spielführer, der die vergangene Rückrunde aufgrund eines Auslandssemesters verpasst hatte, steht von nun an wieder im Aufgebot der Turnerschaft.

Somit wird die "Erste" in der kommenden Spielzeit eine schlagfertige Truppe aufbieten können, die alles daran setzen wird, die kommende Bezirksoberliga-Saison möglichst erfolgreich abzuschließen. Dafür soll durch ein forderndes Vorbereitungsprogramm die Basis gelegt werden. Neben zahlreichen Stunden im Wald oder auf der Tartanbahn sollen mehrere Crossfit-Einheiten und Testspiele für Abwechslung im Trainingsplan sorgen.
Zudem stehen auch einige Mannschafts-Events auf dem Programm: Neben einem Quattroball-Turnier in Baiersdorf (wir berichteten) sollen weitere Grillfeiern und Wakeboarding-Ausflüge den Zusammenhalt im Team stärken. Es werden im Lager der Schuhstädter also nicht nur Schweißtropfen fließen, ehe am 27. September der Startschuss mit einem Heimspiel gegen die HG Hemau/Beratzhausen fallen wird.

Mit Bravour bestanden

Einen echten Test haben die Schuhstädter jüngst in eigener Halle absolviert: Hirning, Wonner und Co. überzeugten beim gut besetzten Turnier.
Mit dem HC Bamberg, dem TV Roßtal (beide Aufsteiger in die Landesliga) und der HG Ansbach (Landesliga-Absteiger) waren drei routinierte und ambitionierte Gradmesser an den Burgstaller Weg gelockt worden, die sich im Modus "jeder-gegen-jeden" miteinander messen konnten.
Den Auftakt konnten die Hausherren aus der Schuhstadt gegen den frischgebackenen Bezirksoberligisten aus Ansbach für sich entscheiden. Mit 29:21 setzten sich die Herzogenauracher gegen ein ersatzgeschwächtes Team der HG souverän durch. Wesentlich ausgeglichener ging es im zweiten Match zu. Nach 60 Spielminuten trennten sich die TSH-Handballer schiedlich friedlich mit 25:25 vom TV Roßtal. Dabei versäumten es die Aurachstädter in einem letzten Angriff, den entscheidenden Siegtreffer zu markieren und mussten sich deshalb mit einem Remis begnügen.

Noch eine Schippe drauflegen

Im letzten Spiel des Turniers traf die "Erste" schließlich noch auf den Aufsteiger aus Bamberg. Beiden Mannschaften waren die Strapazen der vorherigen Partien deutlich anzumerken. Schließlich trat auch die Turnerschaft mit vier nominellen Rückraumspielern äußerst dezimiert an. Dennoch verfügten die Gastgeber im direkten Duell über mehr Körner und verbuchten schließlich einen klaren 32:20-Erfolg.
Spielertrainer Ingo Kundmüller zog nach dem Turniersieg vor heimischer Kulisse ein positives Fazit: "Das haben die Jungs heute wirklich sehr gut gemacht. Wir haben viele gute Ansätze gezeigt, wissen aber, dass es noch viel zu tun gibt. Daher müssen wir im Training noch einmal eine Schippe drauflegen." Neben dem einen oder anderen Testspiel warten in der Vorbereitung noch zwei weitere Turniere auf die Bezirksoberliga-Handballer von der Aurach.