Nach Sergei Bubka bleibt mit Miloslav Mecir, dessen Vater mit Olympia-Gold dekoriert ist, ein zweiter Prominenter im Rennen um den Watertechnology-Cup im House of Sports in Eckental. Die Namens-Gleichheit zwischen Senior und Junior impliziert natürlich auch ähnlich sportliche Gene für den Nachwuchs; und siehe da: Die beiden Osteuropäer gaben keinen Satz ab und stehen bei der mit 35 000 Euro dotierten Veranstaltung im Achtelfinale. Die Runde der letzten 16 wird heute Abend mit dem Knüller zwischen Daniel Brands, der 2013 bis auf Platz 51 der Weltrangliste geklettert war, und dem an Position 2 gesetzten Andreas Beck abgeschlossen.


Happy End für Mecir

Mecir, der seinem Vater (Olympiasieger 1988) auch in all seinen Bewegungen sehr ähnelt, hatte den vermeintlichen Grundstein für den ersten Satzgewinn gegen Luca Vanni mit einem Break zum 5:3 gelegt, musste jedoch das
"Contra" des Italieners hinnehmen und so entwickelte sich ein spannungsgeladenes Satzende mit Happy End (7:5) für den "Promi". Der 26-Jährige, der zuletzt für den TC Weinheim in der 2. Bundesliga aufschlug, musste auch beim folgenden 6:4 gehörig auf der Hut sein, um das erste Erfolgserlebnis in Eckental unter Dach und Fach zu bringen.


Marterer wehrte sich lange

Die aktuelle Nummer 193 trifft im Achtelfinale auf Konstantin Kravchuck, der Lokalmatador Maximilian Marterer in zwei Sätzen besiegte. Der Nürnberger wehrte sich gegen den Russen nach Leibeskräften und verließ als Wildcard-Besitzer den Center-Court erhobenen Hauptes. Eine couragierte Leistung der Nummer 520 der Welt und eine machbare Aufgabe für den Slowaken Mecir, der zuletzt in Wien und bei den French-Open im Hauptfeld war.

Der erste Auftritt von Daviscup-Spieler Philipp Petzschner verlief dagegen gar nicht nach dem Geschmack der Fans: Der Einzel-Auftritt des Bayreuthers war schon nach 80 Minuten Geschichte; 2:6, 3:6 hieß es gegen den auf 4 gesetzten Evgeny Donskoy aus Russland. Petzschner, verletzungsbedingt auf Rang 415 zurückgefallen, merkte man gegen den 24 Jahre alten Moskauer die fehlende Spielpraxis und Sicherheit an.

Zwei Marathonspiele, die fast auf die Sekunde genau nach 144 Minuten endeten, prägten den gestrigen Nachmittag: Einerseits siegte der letztjährige Finalist Ruben Bemelmans aus Belgien knapp gegen den kroatischen Qualifikanten Filip Veger. Zuvor behielt sein Landsmann Niels Desein gegen den Österreicher Martin Fischer die Oberhand. Beide Matches endeten mit einem 7:5 im Tiebreak des dritten und finalen Satzes: Hochspannung also in Eckental.


Am Mittag volles Programm

In einem der Achtelfinalspiele treffen die Belgier heute aufeinander. Vor dem "Spiel des Tages" finden auch die weiteren Partien der Runde der letzten 16 statt, sodass auch heute ab Mittag ein volles Programm im House of Sports geboten wird.