Von Moggast fliegt der Steilpass diese Mal auf die andere Seite des Main-Donau-Kanals nach Röttenbach, wo Matthias Oßmann den Ball annimmt. Der 27-jährige Mittelfeldspieler steht schon zum zweiten mal in Diensten des TSV und ist zuversichtlich für die kommende Aufgabe in der Kreisliga gegen die Bayernliga-Reserve der SpVgg Jahn Forchheim.

Wer hat Sie angespielt?
Matthias Oßmann: Ich wurde von Andreas Wischnewski angespielt. Mit ihm habe ich in Moggast zusammengespielt. Er ist sehr nett, und wir haben uns damals auf Anhieb total gut verstanden. Andreas ist zwar schon etwas älter, aber trotzdem ein guter Kicker. Wir sind sehr gute Freunde geworden.

Wie sieht Ihr bisheriger Laufweg aus?
In der Jugend habe ich beim TSV Ebermannstadt bis zu den B-Junioren in der Bezirksoberliga gekickt. Anschließend bin ich mit meinem besten Kumpel Dominik Merz nach Moggast gewechselt, um dort den Verantwortlichen zu helfen, eine neue A-Jugend aufzubauen. Im Herrenbereich habe ich mich am Anfang in Moggast sehr schwergetan. Doch die Führungsspieler und Trainer haben mir sehr geholfen und mich toll in die Mannschaft integriert. In besonders guter Erinnerung ist mir der Trainer Wolfgang Auer geblieben, der sich mit sehr viel Fingerspitzengefühl um mich gekümmert hat. Nach dem Abstieg in die Kreisklasse wollte ich dann in einer höheren Liga mein Glück versuchen. Also bin ich beim TSV Röttenbach gelandet. Dort hat Enzo Penna die Bezirksligamannschaft trainiert. Penna wurde mir von einem ehemaligen Mitspieler empfohlen. Anfangs gab es da einige, die sich skeptisch über meinen Schritt von der Kreisklasse in die Bezirksliga geäußert haben. Doch ich habe mich mit vielen Extratrainings und Sonderschichten reingekämpft und mich sogar als Stammspieler in der Bezirksliga etablieren können.
Damals ist mir vor allem das Relegationsspiel um den Klassenerhalt gegen Neunkirchen im Gedächtnis geblieben. Wir waren zur Pause mit 0:3 hinten, konnten uns durch eine wahnsinnige Aufholjagd in die Verlängerung retten und dort einen weiteren Gegentreffer erneut ausgleichen. Im Elfmeterschießen hatten wir dann das Glück auf unserer Seite. Das war das absolute Highlight in meiner bisherigen Laufbahn. Im Herbst 2011 bin ich dann wieder nach Moggast gewechselt, aber schon nach einem halben Jahr erneut beim TSV Röttenbach in der Kreisliga gelandet.

Was erwarten Sie vom Wochenende?
Wir treffen auf Jahn Forchheim II. Da besteht natürlich immer die Gefahr, dass Spieler aus dem Bayernligakader aushelfen und man somit als Gegner überrascht wird. Sie haben viele Talente in ihren Reihen, die unbedingt nach oben wollen. Da sind aber oftmals dann auch kleine Überheblichkeiten dabei, wenn ein Bayernliga-Akteur dann mal in der Kreisliga aushelfen muss. Aber ich bin mir sicher, dass wir gut mitspielen können und gewinnen werden. Wir haben einen sehr guten Kader, der manchmal allerdings noch mit Anlaufschwierigkeiten zu kämpfen hat.

An wen passen Sie weiter?
Ich möchte den Steilpass an meinen besten Kumpel, Dominik Merz, spielen. Er kickt derzeit in Moggast und springt zwischen der ersten und zweiten Mannschaft. Dominik ist ein klasse Typ und hat großes Potenzial. Leider kann er aus beruflichen Gründen oft nicht regelmäßig trainieren.