Doch Heßdorf kam trotz drückender Überlegenheit in Hüttenbach erst im letzten Moment zu einem Punktgewinn und Herzogenaurach fehlte sowohl im Defensiv-Verhalten als auch vor dem Tor die nötige Cleverness, um ein durchaus möglich Remis zu erreichen.

SpVgg Hüttenbach - SpVgg Heßdorf 1:1

Die Gäste hatten Schwierigkeiten, ihren Rhythmus zu finden und mussten sich bei Schlussmann Sebastian Heinlein bedanken, der mehrmals den Rückstand verhinderte. Doch nach 25 Minuten kam Heßdorf langsam ins Rollen. Steffen Müller erkämpfte sich den Ball und legte quer, doch der einschussbereite Fabian Straub rutschte weg (35.). Dann zwang Steffen Müller den Hüttenbacher Keeper zu einer Glanztat (40.).
Für die zweite Halbzeit hatten sich die Gäste noch mehr Offensivdrang vorgenommen und liefen prompt in einen Konter, den Elterlein zum 1:0 nutzte
(47.). Doch danach kannte die Partie nur noch eine Richtung, Heßdorf zog ein wahres Powerplay auf. Doch weder Stefan Marxer (Latte) noch Straub, Uli Habermann und Steffen Müller fanden den Weg in die Maschen. Das wäre beinahe bestraft worden, doch bei einem Konter war der starke Heinlein erneut zur Stelle (80.). Erst mit der letzten Aktion des Spiels platzte endlich der Knoten: Nach einer Ecke wurde Habermanns Kopfball zwar noch entschärft, doch der eingewechselte Mario Linsenmeyer stand goldrichtig und erzielte das absolut verdiente 1:1. "Heute wäre mehr drin gewesen, aber wir können mit dem einen Punkt gut leben. In der Vergangenheit haben wir in Hüttenbach immer wieder Zähler liegen lassen. Die SpVgg ist ein unangenehmer Gegner, dem der enge Platz zu Gute kommt. Deshalb bin ich zufrieden. Nur die vielen Fehlpässe, die wir in der ersten Halbzeit gespielt haben, müssen wir abstellen", erklärte Heßdorfs Trainer Gerald Götz.

TB St. Johannis Nürnberg - FC Herzogenaurach 5:1

Die Aufsteiger aus Herzogenaurach wurde unter Wert geschlagen, allerdings ging der Sieg der Gastgeber in Ordnung, die - im Gegensatz zu den Pumas - ihre Chancen konsequent nutzten. Nach neun Minuten kam Eck ungehindert an den Ball und überwand mit einem gefühlvollen Heber aus 15 Metern FCH-Keeper Florian Peter. Praktisch im Gegenzug hatte Kevin Rockwell den Ausgleich auf dem Fuß, doch Schiedsrichter Kauper entschied auf Abseits.
Die Teams begegneten sich auf Augenhöhe, Chancen gab es auf beiden Seiten. Doch jubeln durften zunächst erneut die Nürnberger, die gekonnt das Mittelfeld überbrückten und Semmlinger fanden, der auf 2:0 erhöhte (41.). Doch Herzogenaurach schlug zurück: Einen Pass von Spielertrainer Reinhardt Kusnyarik nahm Kevin Rockwell im Strafraum auf und ließ dem Torhüter keine Chance - 1:2 (44.). Sekunden später war Eric Stübing nah dran am Ausgleich, doch sein Schuss zischte knapp am linken Pfosten vorbei.
Auch nach dem Seitenwechsel vergaben die Gäste einige Möglichkeiten zum 2:2 - und wurden bestraft. Güngor nutzte einen Abwehrfehler zum 3:1 (72.). Als Semmlinger sich drei Minuten später im Sechzehner gut durchsetzte und auch noch das 4:1 nachlegte, knickte die Moral beim bis dato tadellosen Aufsteiger ein. In der Schlussminute kam Neumann völlig frei zum Kopfball und legte das 5:1 nach. Nach drei Spieltagen lässt sich sagen: Das Potenzial beim FCH ist da, aber die Truppe muss die Rückwärtsbewegung verbessern und vor dem Tor kaltschnäuziger werden, um zu punkten.