Nicht mal mehr eine Woche bis Weihnachten, aber die Höchstadt Alligators haben schon ein Geschenk vorab bekommen: Ein HEC-Sponsor überreichte einen Fenstersauger, damit die angelaufenen Scheiben schnell enteist werden können. Im Oberliga-Spiel gegen den EC Peiting war HEC-Goalie Benjamin Dirksen der Mann des Spiels. Beim 3:0 (0:0, 0:0, 3:0) bewahrte er sein Team ein ums andere Mal vor dem Rückstand.

Oberliga Süd

Höchstadter EC - EC Peiting 3:0 (0:0, 0:0, 3:0)

Die wichtigste Szene des ersten Drittels fand in doppelter Unterzahl statt: Höchstadts Goalie Benjamin Dirksen griff beherzt zu, bevor ein Peitinger einnetzen konnte (11.). Zuvor hatten drei Alligators ihren Goalie bereits vor einem Einschlag beschützt - der HEC überstand diese Unterzahl schadlos, anders als in den Spielen zuvor. Sieben der vergangenen neun Gegentore hatte Höchstadt in Unterzahl kassiert. Zumindest in diesem Drittel kam kein weiteres zur Statistik hinzu.

Höchstadts Trainer Mikhail Nemirovsky war kurzfristig mit der zweiten Reihe in das Spiel gegangen. Er nahm den Gegner ernst und stellte sich auf Peitings Aufstellung ein. Von Beginn an bemühte sich der HEC, ein langsames Abtasten gab es nicht. In Überzahl versuchte sich der HEC breit aufzustellen, aber immer war ein Peitinger zwischen Puck und Tor (5.). Dann ging es in die andere Richtung, in der Abwehr blieb die Formation der Alligators bestehen. Jeder blieb bei seinem Gegenspieler. Dimitri Litesov war nach seiner überstandenen Verletzung wieder dabei, blieb im ersten Drittel aber unauffällig. In der 15. Minute versuchte er allein gegen drei Peitinger durchzukommen, ohne Erfolg. Vitalij Aab hatte eine richtig gute Chance, aber der Gegner kontrollierte seinen Schläger in der letzten Sekunde (18.).

Benjamin Dirksen agierte als Matchwinner im zweiten Drittel. Ein ums andere Mal rettete er in höchster Not gegen zum Einschuss bereite Peitinger. Der Gast spielte sich im Höchstadter Drittel fest. Fast alles lief über Peitings Vereinslegende und Spielmacher Ty Morris. Nicht nur, dass er jeden Bully gewann, er fütterte auch seine Mitspieler mit richtig guten Pässen. Der HEC hatte Glück, als Aziz Ehliz den Puck von Morris nicht erreichte (26.). Wenn die Höchstadt Alligators doch ins gegnerische Drittel kamen, machten die Gäste die Räume (zu) eng.

Die Riesen-Chance zur HEC-Führung hatte Litesov, der allein vor dem Tor verschoss (43.). Die Partie wurde zunehmend zerfahrener, der Gäste-Trainer Sebastian Buchwieser immer ungeduldiger. In Überzahl hätte Anton Seewald die Führung markieren können, aber Peitings Goalie Florian Hechenrieder hielt bärenstark (47.). Was folgte, war vom Spielverlauf her nicht abzusehen: HEC-Doppelschlag zum 2:0, erst traf Seewald (49.), dann Milan Kostourek sehenswert (50.). Der Kontingentspieler vergoldete den Sieg - Kostourek traf zum 3:0 (59.).