Noch 30 Sekunden auf der Uhr, den Höchstadter Fans stockt der Atem: HEC-Spielertrainer Daniel Jun muss auf die Strafbank, der ESC Dorfen - der unbedingt gewinnen muss, um das Play-off-Halbfinale noch zu erreichen - nimmt den Goalie zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Doppelte Unterzahl für die Aischgründer, denen das Unentschieden dank des direkten Vergleichs das Tor zur Runde der letzten Vier öffnen würde. Die Situation irgendwie unbeschadet überstehen, beten die Alligators-Anhänger - und werden erhört. Die Schlusssirene ertönt, das Eisstadion am Kieferndorfer Weg verwandelt sich in ein Jubelmeer: "Halbfinale, Höchstadt ist dabei. Halbfinale, Höchstadt ist dabei", schallt es aus 800 Kehlen.
Bei den anderen 100 Zuschauern überwiegt Enttäuschung.