Eine Woche nach der 4:0-Auswärtsniederlage beim TV 48 Erlangen gaben die Mannen um Trainer Gerald Götz auf heimischem Platz die richtige Antwort, denn die Bezirksliga-Elf besiegte den FC Stein mit 4:1. Mann des Tages war Kapitän Straub, der drei Treffer erzielte. Der FC Herzogenaurach trat nach dem Erfolg in Buckenhofen zunächst selbstbewusst auf, leistete sich aber zu viele Fehlpässe und konnte die "Spieli" nicht ärgern.

SpVgg Heßdorf - FC Stein 4:1

Furios begann die Partie, denn nach fünf Minuten stand es bereits 1:1. Zunächst hatte Heßdorfs Kapitän Straub die Hausherren per strammem Rechtsschuss in Führung gebracht, wenig später verwandelte Steins Torjäger vom Dienst, Elibol, einen Foulelfmeter.
Auch in der Folge sahen die 160 Zuschauer eine ansehnliche Partie, Elibols Schuss landete zum Glück für die Heimelf jedoch nur an der Latte.
Nach und nach übernahm Heßdorf das Kommando: Vogel kam zu einer guten Gelegenheit, schoss jedoch knapp am linken Kreuzeck vorbei (16.). Stein verlegte sich auf lange Bälle und schnelles Umschaltspiel, Elibol verfehlte das Gehäuse nur um Zentimeter (30.). Aber Heßdorf blieb jetzt dran - Straub, Häfner und Vogel, der den Steiner Schlussmann umspielte, verpassten innerhalb kürzester Zeit die neuerliche Führung. Nach einem weiteren Abschluss von Elibol, über den eigentlich jeder konstruktive Steiner Angriff lief, war es dann endlich soweit: Steffen Müller schickte Straub mit einem schönen Steilpass auf die Reise, im Eins-gegen-Eins behielt der Heßdorfer Kapitän die Nerven und schob mit links zum 2:1 ein (40.).
Die zweite Halbzeit war keine zehn Minuten alt, ehe der Mann des Tages, Fabian Straub, seinen Dreierpack schnürte. Vogel setzte ihn mit einem mustergültigen Steilpass perfekt in Szene, der Rest war für den Angreifer nur noch Formsache (52.). Damit war die Moral des FC gebrochen, die Heimelf kontrollierte das Geschehen. Steffen Müller, Wildeis und Gumbrecht verpassten es, nachzulegen. Stein hatte Glück, dass es kein Debakel wurde, denn erst der eingewechselte Max Müller, der nach einem abgeblockten Vogel-Schuss nochmal direkt draufhielt, fand den Weg ins Tor zum 4:1-Endstand (88.).

FC Herzogenaurach - SpVgg Erlangen 1:2

Der FC Herzogenaurach begann konzentriert, presste konsequent und eroberte so Bälle, was gleich zu einer guten Aktion führte. Der Schuss verfehlte jedoch knapp sein Ziel. Dies schien die "Spieli" aufzuwecken, die sich ab da ein Übergewicht im Mittelfeld erarbeitete. Das Geschehen verlagerte sich mehr und mehr in die Hälfte der Pumas. Ein Freistoß von der Strafraumgrenze sowie zwei Schüsse, jeweils nach Ecken, verfehlten nur knapp ihr Ziel. Bei einem Kopfball reagierte FC-Keeper Florian Peter hervorragend und fischte den Ball aus dem Winkel. In der 22. Minute sah dann die Heimabwehr nicht gut aus: Zu leicht kamen die Gäste auf der linken Seite durch und zu einer Hereingabe, die der sträflich allein gelassene Oliver Maier zum 0:1 vollendete. Das Überlegenheit der Erlanger hielt weiter an, doch bei einem der wenigen Entlastungsangriffe wurde Eric Stübing im Sechzehner zu Fall gebracht und verwandelte den fälligen Strafstoß selbst zum überraschenden Ausgleich (28.). Die Gäste waren aber nicht geschockt, nahmen einen Herzogenauracher Abwehrspieler, der sich fälschlicherweise für ein Dribbling entschieden hatte, den Ball ab, und Dominik Beier vollendete zum 1:2 (44.).
In der zweiten Halbzeit passierte nicht mehr viel. Die Spielvereinigung verwaltete den Vorsprung sicher über die Zeit. Die Pumas bemühten sich, aber es fehlte das Durchsetzungsvermögen. Viele Pässe wurden zu ungenau gespielt, und so wurde der Fluss immer wieder unterbrochen. Das Spiel war ausgeglichen, und es wurde härter. Jede Mannschaft hatte noch zwei gute Möglichkeiten, es blieb aber beim 1:2, denn die Gäste waren einfach das cleverere Team.