Nach den mageren Ergebnissen der vergangenen Spiele, wobei der Höchstadter EC nicht enttäuscht hatte, stand der Aufsteiger in der Eishockey-Oberliga vor dem dritten Heimspiel unter Druck, kam damit aber gut klar. "Wenn man vor dem Spiel im Kopf hat, dass es Pflicht ist, drei Punkte zu holen, ist es besonders schwer. Doch die Jungs haben das gut umgesetzt und sich diesen Sieg verdient", sagte Trainer Martin Ekrt hernach zufrieden.

Oberliga Süd: Höchstadter EC - ECDC Memmingen 5:2 (1:0, 2:1, 2:1)

Zu Beginn war noch etwas Sand im Getriebe, der HEC musste zwei Strafzeiten hintereinander überstehen, ehe er seine spielerischen Fähigkeiten in die Waagschale werfen konnte. Das, was die Alligators ab Mitte des ersten Drittels zeigten, war aus einem Guss und ging verdientermaßen in Führung: Im Powerplay wurde Ondrej Nedved in Position gebracht, der von der blauen Linie abzog und zum 1:0 traf (13.). Der HEC blieb Herr der Lage, verpasste es jedoch nachzulegen.

Und das rächte sich zu Beginn des zweiten Durchgangs, als die Hausherren für einige Minuten etwas konfus wirkten: Wieder gab es zwei Strafzeiten gegen die Aischgründer, was die Indians durch Pfalzer zum Ausgleich nutzten (24.). Der HEC brauchte einige Minuten, um sich zu sammeln, ging dann wieder in den Angriffsmodus über. André Lenk und im Nachschuss Markus Babinsky fanden in Memmingens Goalie Vollmer ihren Meister. Selbst in Unterzahl blieben die Hausherren das gefährlichere Team und rückten die Verhältnisse zurecht. Erst lief Oleg Seibel auf das ECDC-Tor zu, und legte quer auf Vitalij Aab, der das 2:1 markierte (31.), dann folgte eine Überzahlsituation, die jedoch nicht den gewünschten Erfolg brachte. Die Alligators ließen sich davon aber nicht entmutigen, spielten weiter nach vorn und belohnten sich 43 Sekunden vor der Sirene, als Lukas Lenk nach Vorarbeit von Aab das 3:1 gelang.

Die Alligators waren nicht gewillt, sich den zweiten Saisonsieg streitig machen zu lassen - Ales Kreuzer erhöhte nach Vorarbeit von Thilo Grau und André Lenk auf 4:1 (43.). Wenig später fand sich der HEC in Unterzahl wieder, Philipp Schnierstein verhinderte zweimal einen Einschlag. Kurz darauf rauschte Markus Babinsky mit einem Memminger zusammen und bekam 2+10 Strafminuten aufgebrummt. Prompt verkürzten die Gäste durch Mudryk (52.). Doch der HEC ließ sich vor 781 Zuschauern nicht mehr verunsichern und machte den Sack zu, als Kapitän Martin Vojcak nach Pass von Kreuzer den 5:2-Endstand markierte.

Die Statistik zum Spiel

HEC: Schniertsein, Henseleit - Otte/Nedved, Szwajda/Babinsky, Stütz/Roth, Tratz/Ribarik - Deske/Petrak/Fröhlich, Cejka/Vojcak/Mikesz, Aab/ Seibel/L. Lenk, Kreuzer/Grau/A. Lenk

ECDC: Vollmer, Neumann - Stotz, Pokovic, Schirrmacher, Gejerhos, Jainz, Keil - Miettinen, Mudryk, T. Schmid, M. Schmid, Pfalzer, Haluza, Becher, Huhn, Schirrmacher

Schiedsricher: Florian Feistl, Richard Belitz, Marc Tobias Martmer Zuschauer: 781 Tore: 1:0 Ondrej Nedved (13.), 1:1 Milan Pfalzer (24.), 2:1 Vitalij Aab (31.), 3:1 Lukas Lenk (40.), 4:1 Ales Kreuzer (43.), 4:2 Jared Mudryk (52.), 5:2 Martin Vojcak (59.)

Strafminuten: 14 + 10 (Babinsky) / 10