Dank einer starken Leistung knüpfte die SpVgg den Heßdorfern ein 2:2-Remis ab. Offensivkraft Florian Seeberger trug sich dabei doppelt in die Torjägerliste ein.

Herr Seeberger, wie dick ist das Ausrufezeichen, das Ihre Mannschaft da gesetzt hat?
Florian Seeberger: Wenn man einen Punkt gegen den Tabellenführer holt, ist das natürlich ein sehr dickes Ausrufezeichen an die Liga. Wir haben mit einer geschlossenen Leistung gezeigt, dass man uns nicht abschreiben darf. Uns ist es gelungen, zwei Mal in Führung zu gehen und Heßdorf damit ordentlich unter Druck zu setzen. Dabei hatte sich unser Keeper bereits in der 20. Minute verletzt. Aber er hat die Zähne zusammengebissen und uns den Punkt festgehalten. Am Freitag waren wir als Mannschaft noch gemeinsam beim Faschingsball, zwei Tage danach haben wir auf dem Rasen zusammen gefightet.
Das hat unserem Teamgefüge sicherlich gut getan. Jetzt bin ich überzeugt, dass wir nächste Woche drei Punkte holen werden.

Sie selbst waren mit zwei Treffern ja maßgeblich an dem Punktgewinn Ihrer Mannschaft beteiligt.
Ich dachte mir, dass ich schon eine gute Leistung abliefern müsste, wenn ich schon einmal beim Steilpass-Spiel dabei bin (lacht). Nein, Spaß, ich habe einfach nur einen guten Tag erwischt. Nachdem ich in den letzten Partien oft Pech hatte, ist gegen Heßdorf endlich bei mir der Knoten geplatzt. Es freut mich natürlich, dass ich meiner Mannschaft mit meinen Toren helfen konnte. Aber generell muss die gesamte Truppe gelobt werden.

Finden Sie es eigentlich richtig, dass die deutsche Nationalmannschaft nach den Vorkommnissen in Paris am Dienstagabend gegen die Niederlande antritt?
Ich finde, dass das die richtige Entscheidung war. Man sollte, trotz all der Trauer, das Programm normal durchziehen und damit ein Zeichen setzen. Es ist gut, dass sich der DFB da nicht einschüchtern lässt. Allerdings wird das Sportliche heute Abend definitiv im Hintergrund stehen.