Mit einem positiven Resultat sind die Handball-Herren der TS Herzogenaurach in die Bezirksoberliga-Saison gestartet. Nachdem die Schuhstädter gegen die HG Hemau/Beratzhausen zur Pause nur knapp die Nase vorn gehabt hatten (15:14), schalteten sie im zweiten Durchgang einen Gang höher und entschieden die Partie deutlich für sich.

TS Herzogenaurach - HG Hemau/Beratzh. 34:30
"Es war wichtig, dass wir uns mit einem Sieg aus der Sommerpause zurückgemeldet haben. Dabei haben die Jungs phasenweise wirklich guten Handball gezeigt", resümierte ein zufriedener TSH-Spielertrainer Ingo Kundmüller nach 60 anstrengenden Minuten. Immerhin hatte der "HG-Express" seine Mannschaft besonders in der Anfangsphase vor größere Probleme gestellt.


Während der Herzogenauracher Offensivmotor einige Minuten benötigte, um die unerlässliche Genauigkeit im Zusammenspiel zu erzielen, agierte die Abwehr in den ersten Minuten zu lethargisch und harmlos. Dies ebnete den Oberpfälzern den Weg zu deren zwischenzeitlicher 5:2-Führung. Erst mit dem Treffer zum 4:8 tauten die Herzogenauracher Schützen allmählich auf.

Nach einer taktisch bedingten Auszeit präsentierten sich die TS-Ballwerfer offensiv wesentlich strukturierter und fanden Mittel und Wege, die HG-Abwehr ein ums andere Mal zu überwinden. Zudem trieb Neuzugang Jendrik Großhauser mit einigen schnellen Konterangriffen das Tempospiel seiner Hausherren entschieden an.
Lediglich die Chancenauswertung hätte auf Seiten der Turnerschaft einen höheren Wert erreichen können. "In dieser Phase haben wir es leider versäumt, von unseren zahlreichen Möglichkeiten zu profitieren und uns abzusetzen. Der Pausenstand von 15:14 war demzufolge viel zu knapp", mahnte TSH-Mannschaftsführer Jonas Hirning.


Polster nach der Pause

Erst nach dem Seitenwechsel gelang es Kundmüllers Sieben, sich ein vielversprechendes Polster aufzubauen. Über eine kompaktere Defensivreihe und einen gut aufgelegten Torsteher Ferdinand Mayer erkämpfte sich Herzogenaurach einige Bälle, die postwendend in Treffer umgemünzt wurden. Nahezu alle Feldspieler trugen sich in die Torjägerliste ein.

Zwar kam die Mannschaft von Gäste-Trainer Ulf Lutzkat zwischenzeitlich noch auf drei Tore Unterschied heran, jedoch verbuchten die Gastgeber einen souveränen und ungefährdeten doppelten Punktgewinn. "Wir haben aber auch gesehen, dass es noch viel zu tun gibt und wir uns kontinuierlich steigern müssen", erklärte Kundmüller. Doch bevor es am 10. Oktober beim TSV Winkelhaid im Liga-Alltag weitergeht, wartet am Samstag ein weiteres Pokalturnier auf die Spieler der TS Herzogenaurach.
TSH: Mayer, Kammerer, Schauer - Theiss (3), Hirning (2), Will (1), Josnik, Wonner (5), Großhauser (6/1), Auer (4), P. Wolf (3), M. Wolf (1), Hettchen (4/3), Kundmüller (5)