Nach dem souveränen Aufstieg im vergangenen Jahr steht der SpVgg Effeltrich heuer eine schwierige Aufgabe bevor. In der Kreisliga 2 ER/PEG hat das Team um René Schuster noch nicht Fuß gefasst. Der Tabellenvorletzte muss sich erst noch an die Spielweise und den nötigen Kampfgeist in der neuen Liga gewöhnen. Trotzdem zeigt sich Schuster optimistisch, dass seinem Team am Ende der Ligaverbleib gelingt.

Wer hat Sie angespielt?
René Schuster: Mein Großcousin Steffen Kraft. Leider standen wir noch nie gemeinsam auf dem Rasen. Dafür werden wir aber in dieser Saison zweimal gegeneinander kicken. Deshalb freue ich mich schon besonders auf die Partien gegen Weingarts. Bislang haben wir uns noch nicht darüber unterhalten. Aber die eine oder andere Spitze wird da sicher noch kommen.

Sie selbst gelten als Effeltricher Urgestein.
Was zeichnet Ihren Verein aus?
Ich bin seit den Bambinis dabei und fühle mich richtig wohl. Wir sind alles Jungs aus Effeltrich, die Spaß am Kicken haben und sich gut verstehen. Jeder wird hier fair behandelt, es fließt kein Geld und der Sport steht im Vordergrund. Das ist einfach toll.

Momentan läuft es für Ihr Team dennoch noch nicht rund. Nach nur einem Sieg aus den letzten sechs Partien sind Sie derzeit Vorletzter.
Aber ich bin mir sicher, dass wir das in den Griff bekommen werden. Der Teamgeist stimmt, innerhalb der Mannschaft ist alles gut. Wir wollen noch einige Teams ärgern und haben auch das Zeug dazu. In den letzten Partien hatten wir oftmals in den entscheidenden Situationen Pech, zudem muss sich das Ganze mit dem neuen Coach erst noch einspielen. Aber nach dem Aufstieg war klar, dass es schwer werden würde.

Was sind für Sie die größten Unterschiede zwischen Kreisliga und Kreisklasse?
Einige von uns haben unterschätzt, wie es in der Kreisliga teilweise zur Sache geht. Alle Teams sind auf Augenhöhe. Dabei steht dann vor allem der kämpferische Aspekt im Vordergrund. Teams wie Ottensoos oder Rupprechtstegen fighten 90 Minuten lang bis zum Umfallen. Daran müssen wir uns orientieren, selbst wenn wir mal zurückliegen. Ich habe viele junge Mitspieler, die sich erst daran gewöhnen müssen. Die Liga halten wir nur, wenn wir kratzen und beißen. Anders geht es nicht.

Ausgerechnet in einer solchen brenzligen Situation empfängt Ihre Mannschaft am Sonntag den Tabellendritten aus Neunkirchen. Was erwarten Sie von der Partie?
Wir haben uns letzte Woche gut verkauft und hätten drei Punkte verdient gehabt. Deshalb sind wir hochmotiviert. Wir haben gesehen, dass Hopfen und Malz noch lange nicht verloren sind. Dafür müssen wir aber am Umschaltspiel arbeiten. Wenn wir das verbessern und mit Selbstvertrauen auftreten, dann läuft der Laden schon. Ein Zähler gegen Neunkirchen wäre schon ein Erfolg.

An wen passen Sie weiter?
Mein Steilpass geht zurück nach Weingarts, wo mein Kumpel Daniel Nüssel spielt. Wir haben in der Jugend schon zusammengespielt und einige Aufstiege gefeiert. Heute unternehmen wir privat noch sehr viel.