Zum dritten Mal debattierten die Schüler der neunten Klassen im Gymnasium Höchstadt und beteiligten sich somit am bundesweiten Wettbewerb von "Jugend debattiert". Nach dem Klassenwettbewerb und dem dem Schulwettbewerb trafen im Finale die vier besten Redner aufeinander: "Soll sich die Schule mit einem eigenen Account auf Facebook präsentieren?" war die Frage, zu der zwei Befürworter und zwei Gegner ihre Argumente tauschten.

Ob der Pro- oder Kontra-Standpunkt gewählt wurde, war keine Frage der persönlichen Einstellung, sondern das wurde ausgelost und den vier Finalisten mitgeteilt. "Man macht sich bei einer solchen Debatte auch zum Anwalt für ein Thema, das man persönlich anders bewerten würde", erklärte Studienrätin Julia Brehm, in deren Händen als Schulkoordinatorin alle Fäden des Wettbewerbs zusammenliefen.
Die Schüler bewiesen in der fair und kontrovers geführten Debatte, dass sie jeweils auf die Argumente der Gegenseite eingehen und diese teilweise entkräften konnten.

Seit November beschäftigen sich die neunten Klassen im Deutschunterricht mit den Debatten, lernten, nach den relativ festen Strukturen und innerhalb der Zeitvorgaben ihre Argumente auszutauschen. Zwar sei mehr als ein Schuljahr nötig, um Weisheit, Witz und Schlagfertigkeit zu verankern, konstatierte Brehm. Die Schüler bewiesen, dass sie die Struktur des Wettbewerbs dazu nutzen konnten, eigene Werte und Gedanken zu entwickeln.
Etwas mehr als eine Woche hatten die Schüler Zeit, über das gestellte Thema zu recherchieren und ihre Argumente für und gegen einen Facebook-Account der Schule zusammenzutragen.

Die vier Sieger des Schulwettbewerbs hatten allerdings dann nur noch 20 Minuten Zeit, um sich - je nach ihrer ausgelosten Position - die passenden Argumente zu sammeln. Wichtig war in jedem Fall, dass sie ihrem Gegenüber gut zuhören konnten: Dessen Argumente galt es schließlich, in der eigenen Debatte gegebenenfalls zu entkräften.

Schwierige Entscheidung

Die Debatte verlief ausgewogen und fair, die Entscheidung fiel der Jury schwer, die dafür extra das Regelwerk zu Rate ziehen musste. Neben Punkten für Sachkenntnis wurden der Ausdruck, die Gesprächsführung und die Überzeugungskraft bewertet. Den vierten Platz belegte Yannick Hupfer, dritter wurde Paul Völlner. Henrike Fröhlich auf dem zweiten Platz und der strahlende Sieger Daniel Woloschin werden das Höchstädter Gymnasium demnächst beim Regionalwettbewerb Mittelfranken in Neustadt an der Aisch vertreten.