Auf Martin Vogels Schreibtisch steht eine ordentliche Schachtel voll mit gelben Heften: Das Archiv der Herzogenauracher Ferienprogramme. Jeder Jahrgang ist noch vorhanden. Sein Äußeres ist seit 1987 fast unverändert. "Das hat schon Kultstatus", sagt Vogel, der sein 25. Dienstjahr als "Ferienmacher" begonnen hat. 1989 kam zur Jugendarbeit der Stadt und übernahm die Planung und die Betreuung des Spielmobils. "Das war ein rollender Spielplatz, der zu den Kinder in den Stadtteilen gekommen ist."

Das Spielmobil wurde schon 1980 durch Hans Ehl ins Leben gerufen. Betreut wird es seit 2011 von Bea Wirth. Ihr erster Arbeitstag, so erinnert sie sich noch ganz genau, war im Freibad, wo traditionell die Ferien eingeläutet wurden. "Ich habe aber in den folgenden Jahren bald gemerkt", sagt sie rückblickend, "dass immer weniger Kinder kamen.