Architekt Mario Bodem vom Büro Ing + Arch informierte das Gremium über den Zeitplan, die aufgetretenen Probleme sowie Mehrkosten.

"Bei jedem derart großen Bauvorhaben gibt es Probleme, schließlich sind auf der Baustelle rund 30 Firmen, und da kommt es schnell mal zu Verschiebungen und Verzögerungen", warnte der Planer gleich vor. Derzeit werde die Turnhalle saniert, bei der es allerdings keine Probleme gibt. Bodem wollte nur eine Zustimmung zum Farbkonzept beschlossen haben.

Für die Gesamtmaßnahme betragen die Mehrkosten nach aktuellem Stand 1,54 Millionen Euro, aber der Planer hatte gleich wieder eine Hiobsbotschaft mitgebracht. Bei der Ausschreibung der Putzarbeiten musste der günstigste Bieter wegen fehlender Unterlagen ausgeschlossen werden, und nachdem er trotz Aufforderung keine Unterlagen nachreichte, wurde der zweite Bieter genommen. Der Zweitbieter kann allerdings nicht rechtzeitig beginnen und der Zeitplan verschiebt sich nach hinten, erklärte Bodem. Das habe zur Folge, dass der Estrich, der erst nach dem Putzarbeiten eingebracht werden kann, nicht genügend Zeit zum Aushärten hat. Bodem schlug deshalb vor, um den Zeitplan nicht noch weiter zu gefährden, einen Estrichbeschleuniger einzusetzen.

Fast alle Gewerke ausgeschrieben

Außerdem wurde festgestellt, dass der vorhandene Estrich ausgeglichen werden muss und dafür insgesamt rund 18 000 Euro an Mehrkosten anfallen werden. Außerdem muss Material entsorgt werden, das bei der Ausschreibung noch nicht erkennbar war, wofür rund 13 000 Euro an Kosten anfallen werden.

Der Architekt hatte aber auch eine Beruhigungspille mitgebracht, so seien aktuell rund 95 Prozent der Gewerke ausgeschrieben, und der Rest betreffe überwiegend Möblierung und Inneneinrichtung.

Mit den bereits genannten Kosten und noch zu erwartenden Nachträgen kalkuliert er Mehrkosten von rund 145 000 Euro. Bodem schlug deshalb vor, diesen Betrag zu beschließen, um nicht bei einer weiteren Erhöhung auf eine Sitzung des Gemeinderates warten zu müssen. Nachdem beschlossen wurde, den Betrag zu deckeln, weil Axel Gotthard (FW) keinem "Blankoscheck" zustimmen wollte, darf Bürgermeister Horst Rehder (BB) Mehrkosten bis maximal 145 000 Euro unterschreiben.

Im Anschluss wurden weitere Aufträge vergeben. Für die Fliesenarbeiten war der Mindestbieter die Firma Fliesen Röhlich aus Wendelstein mit einer Summe von 78 500 Euro, dabei wurde die Kostenberechnung geringfügig unterschritten. Die Bodenbelagsarbeiten wird die Firma Fußböden Fleischmann aus Strullendorf zum Preis von 172 500 Euro ausführen und unterschreitet dabei die Kostenberechnung in Höhe von 215 000 Euro erheblich.

Brandschutz wird angepasst

Aus Sicherheitsgründen war es erforderlich, den Brandschutz der verschiedenen Bauabschnitte den veränderten Brandschutzbestimmungen anzupassen. Die Anlage wurde im Oktober 2016 für knapp 80 000 Euro installiert. Im Zuge der Sanierung musste die Anlage demontiert und eingelagert werden. Da die Decken aus statischen Gründen abgenommen und das Sägezahndach neu errichtet werden musste, war es erforderlich, auch die Brandmelder zu demontieren. Da der Umbau und die Montage mehr Zeit als kalkuliert in Anspruch nehmen werden, werden die Mehrkosten knapp 11 000 Euro betragen, die das Gremium dann auch einvernehmlich und ohne Diskussion genehmigte.