Es war ein Sturm im März 2017. Einer von zweien, die das noch junge Jahr heimgesucht hatten und die mit der Ankündigung verbunden waren, doch sorgsam zu sein und auf etwaige Schäden vor allem auch auf den Hausdächern zu schauen. Damals, vor knapp drei Jahren, hieß es, dass auf dem Dach der Stadtpfarrkirche St. Magdalena mehrere Ziegeln wackeln würden.

Eine Aussage, die Kirchenpfleger Georg Wluka überaus ernst nahm. Kurzerhand wurde der Kirchenplatz nicht nur mit einem rotweißen Maßband abgesperrt. Es wurde auch eine Herzogenauracher Dachdeckerfirma gerufen, deren Mitarbeiter mittels Kran sämtliche Ziegeln auf dem Kirchendach genau in Augenschein nahmen. Sie tauschten ein paar beschädigte Ziegel aus, und gut war's.

Zeitsprung: Es ist Februar 2020, fast drei Jahre später. Erneut wurde ein Wintersturm angekündigt, ein heftiger Orkan könnte es werden, wie es hieß. Das Sturmtief "Sabine" war auch in und um Herzogenaurach ein Thema.

Georg Wluka nahm das zum Anlass, den Kirchenplatz auch diesmal mit rotweißen Bändern abzusperren. Das geschah bereits am Sonntag, und auch am gestrigen Dienstag hatte die Anordnung noch ihre Gültigkeit. Wluka indes gab sich entspannter als vor drei Jahren. Das Dach der Stadtpfarrkirche müsse man diesmal wohl nicht untersuchen, sagte er. Schäden habe man keine entdeckt. Der Wind sei damals direkt aufs Kirchendach geprallt, erinnert sich der Mesner. Diesmal kam er offenbar mehr um die Ecke.