Platz an der Sonne mit Gastronomie und Glaswand

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So soll das Plätzchen einmal aussehen Visualisierungen: Franke & Messmer
So soll das Plätzchen einmal aussehen  Visualisierungen: Franke & Messmer
 
Testhalber gab's am Mittwoch schon einen ersten Kaffee auf dem neuen Plätzchen, das bald gastronomisch genutzt werden soll. Die endgültige Gestaltung mit Baum und Glaswand erfolgt dann im Herbst. Foto: Bernhard Panzer
Testhalber gab's am Mittwoch schon einen ersten Kaffee auf dem neuen Plätzchen, das bald gastronomisch genutzt werden soll. Die endgültige Gestaltung mit Baum und Glaswand erfolgt dann im Herbst.  Foto: Bernhard Panzer
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Das Plätzchen am Ende der Ritzgasse vor dem Eingang zur Fußgängerzone wird neu gestaltet. Bald gibt es auch Gastronomie.

Pünktlich zum Ortstermin schien die Sonne und der Frühlings stellte sich ein. Das richtige Wetter war dafür auch wichtig, denn es spielt keine unbedeutende Rolle in den Planungen der Stadtverwaltung für ein kleines Plätzchen am Eingang zur Innenstadt, kurz vor der Fußgängerzone.

Es ist die etwa einhundert Quadratmeter große Fläche am Ende der Ritzgasse zur Erlanger Straße, die zu einem schmucken Treffpunkt umgestaltet wird. Wo einst ein gläserner Pavillon aus den 50-er Jahren stand, der als Ausstellungsfläche für das einstige Modehaus Meyer diente, soll bald eine Möglichkeit der Begegnung sein. Und das gewissermaßen auf einem Platz an der Sonne, denn durch den Abbruch von Gebäuden habe man von Anfang Mai bis Ende Oktober Sonnenschein, der dann über die Fläche wandert. Darauf verwies Bürgermeister German Hacker, der sich zusammen mit Mitarbeitern von Stadtverwaltung und Planung vor Ort traf.

Begegnung bedeutet auch, dass Sitzgelegenheiten geschaffen werden. Davon profitiert das gegenüberliegende "Espressovita", dessen Chef seine Ausschankfläche vor dem kleinen Café vergrößert. Vier Tische kann sich Thomas Raab durchaus vorstellen, der auch Essen anbieten möchte. Für Schatten sorgt dann ein großkroniger Laubbaum (Platane). Der soll bei seiner Pflanzung im Herbst schon etwa fünf bis sieben Meter groß sein.

Optischer Höhepunkt wird eine hinterleuchtete Glaswand an der westlichen Seite. Darin integriert werden drehbare und beidseitig bedruckte Bildmotive sowie eine Stadtkarte. Damit sollen Passanten neugierig gemacht und Neubürger informiert werden. Ausgewählt hat man als Motive Stadtansichten von einst und heute.


Glaswand kommt im Herbst

Bis zur endgültigen Fertigstellung des Plätzchens als östlicher Eingang zur Innenstadt werden noch Monate vergehen. Denn auch die Glaswand soll erst im Herbst aufgestellt werden. Zunächst aber wird die Fassade des angrenzenden Privathauses verputzt. Das soll nach Möglichkeit noch im Mai passieren, bevor dann direkt davor ein Grünstreifen angepflanzt wird. Dann ist für Bauamtschef Gerhard Merkel die Baustelle zunächst einmal beendet, wie er beim Ortstermin sagte. Sobald das Gerüst weg ist, könne auch die Absperrung verschwinden. Und darauf wartet auch Thomas Raab, denn er möchte freilich möglichst bald dort bewirten.

Bewirtet wurde bereits am Mittwochvormittag. Zum Ortstermin ließen sich Hacker sowie seine Mitarbeiterinnen Anja Wettstein und Silke Stadter aus dem Rathaus "testhalber" einen Cappuccino schmecken. Der schmeckte doppelt gut, zumal Silke Stadter Geburtstag hatte.

Sie wies darauf hin, dass es für die Maßnahme auch Zuschüsse aus der Städtebauförderung gibt. Diese werden für das Projekt "Leben findet Innenstadt - Aktive Zentren" gewährt. Die Gesamtkosten liegen bei rund 215 000 Euro, wobei die Glaswand samt Fundament den größten Teilbetrag ausmacht: 162 000 Euro einschließlich Fundament.


Wirt plant eine Feier

Aufmerksam verfolgten Gäste der "Espressovita-Bar" die Zusammenkunft drüben auf dem Platz. Sie dürfen sich auf eine Einweihungsfeier freuen, die Thomas Raab vorhat. Nachbarn und Gäste sind dann eingeladen zu kommen. Und die Stadt natürlich. Raab: "Es wird ein schönes, geruhsames Plätzchen."

Die Stadt hat das Areal im Jahr 2014 erworben, weil es unmittelbar am östlichen Zugang zur Innenstadt liegt und von daher "künftig eine hohe stadträumliche Qualität" von Bedeutung sei. So hat es das Architekturbüro Franke & Messmer aus Emskirchen beschrieben, das die Gestaltung erarbeitet hat. Bürgermeister German Hacker: "Der Platz hat die Funktion eines Eingangstores zur Innenstadt."