Die anstehenden Wahlen waren wegen der Gewerbeschau bereits im Vorfeld auf den Herbst verlegt worden. Die Gewerbeschau findet am 4. und 5. Mai in der Fortuna Kulturfabrik statt. "Viele der geplanten Aktionen in 2012 sind ins Wasser gefallen", sagte Vorsitzender Alexander Schulz auf der Hauptversammlung des Höchstadter Gewerbevereins.
Die Belebung der Innenstadt - eine entsprechende Aktion an Ostern - fiel aus, Ramadama, im Sommer angedacht, fiel buchstäblich dem schlechten Wetter zum Opfer, der im Herbst geplante Dämmerschoppen war den Mitgliedern zu teuer. "Aber die Krippenausstellung im Dezember zusammen mit Kolping kam sehr gut an und wurde schon zum dritten Mal mit Erfolg durchgeführt", erklärte Schulz zufrieden.
Der Vorstand hatte sich im Herbst für ein Wochenende in Klausur begeben. "Anschließend sind wir mit viel Lust durchgestartet", schwärmte Schulz. "Wir brauchen aber ganz dringend frischen Wind.
Die Arbeit bleibt an drei, vier Leuten hängen - und - nur konstruktive Kritik hilft", mahnte er seine Mitglieder.
Seit ungefähr zehn Jahren wollen die HGVler schon ein Magazin für Höchstadt herausgeben. Es soll kein Werbeblättchen sein. Natürlich müsse ein Teil aus Werbung bestehen, aber mehr als die Hälfte soll aus Informationen, Berichten und Infos aus den Betrieben, über Veranstaltungen und Aktionen, aber auch aus Geschichte und Kultur und einer Seite für Kinder bestehen.
Die Idee kam gut an und über die Finanzierung wurde lange debattiert. Am Ende stand fest, dass es eine runde Sache ist. "Wir probieren es mit einem Viererblock (vier Ausgaben in einem Jahr) aus und die erste Ausgabe wird zur Gewerbeschau erscheinen", erklärte Alexander Schulz mit Zustimmung der Anwesenden.

Rund 30 Firmen angemeldet

Zur weiteren Planung der Gewerbeschau füllte sich gegen 20 Uhr der Nebenraum des Restaurants. Aussteller müssen nicht zwingend Mitglieder des Gewerbevereins sein. "Ihr könnt aber gerne beitreten", begrüßte sie der Vorsitzende. Ein neuer Termin für die Gewerbeschau und ein neuer Ort machte dieses Treffen notwendig.
"Die Ortsverlagerung von der Eishalle in die Fortuna Kulturfabrik bringt natürlich Nachteile, aber auch Vorteile", erklärte Schulz. Wir müssen umdenken, aber wir haben auch die Chance, etwas Neues auszuprobieren", fuhr er fort. Schulz stellte sowohl die Außenanlagen als auch die zur Verfügung stehenden Räume im Erdgeschoss und den drei Obergeschossen der Fortuna vor. Bis jetzt haben sich etwa 30 Firmen angemeldet. Schön sei, dass der Jugendraum genutzt werden kann und die Jugendlichen sich an diesem Wochenende mit kulinarischen Angeboten einbringen können.
Anhand von Plänen wurde überlegt und verworfen, aber am Schluss war man sich einig, dass es am besten wäre, die gesamte Bewirtung ins Obergeschoss zu verlegen. "So müssen die Besucher sich bis oben durcharbeiten und können dann so nebenbei bei Kaffee und Kuchen die schöne Aussicht genießen", meinte einer der Geschäftsleute.
Der Eintritt zur Gewerbeschau ist diesmal frei und der HGV wünscht sich, dass die Besucherzahl, die früher bei 7000 und zuletzt bei gut 3000 lag, sich doch wieder mehr in Richtung 5000 bewegt.
Die Art der Werbung wurde ebenfalls noch besprochen. "Es gibt heutzutage tolle Möglichkeiten hierfür. Wenn jeder von uns aktiv ist, dann erreicht er bestimmt sehr viele Leute", dachte einer der Teilnehmer laut nach. Mit der Bitte, möglichst schnell Platzbedarf und andere Wünsche anzugeben, beendete Alexander Schulz den Abend.