Die "Legende" lebt - derzeit noch etwas im Verborgenen, aber schon in absehbarer Zeit wird sie wieder zur neuen bzw. alten Blüte erstehen. Die Rede ist hier nicht vom "Club" aus Nürnberg, sondern von der Gaststätte in Obermembach mit ihrem noch legendäreren Biergarten. Diesen vermissen zur warmen Jahreszeit nicht nur die Einheimischen, sondern viele Menschen aus der Region.

Bekanntlich schloss die Eigentümer-Familie Gumbrecht zum 1. April dieses Jahres aus familiären und Altersgründen die Pforten, ließ aber für "Eingeweihte" ein Hintertürchen offen. Jeweils donnerstags und sonntags sperrte Hans Gumbrecht die Wirtshaustür um 16 Uhr auf und ließ auch die Tisch- und Stuhlgarnituren auf der idyllisch gelegenen Wiese stehen. Auch für die Kartler, die schon seit Jahren im Heßdorfer Ortsteil Stammgäste sind, hatte er ein Herz und machte Ausnahmen.

Jetzt soll es aber bald unter neuer Führung im "Waldkrankenhaus" weitergehen, weil jemand Interesse bekundet hat, als Pächter einzusteigen. Während offenbar zwischen beiden Seiten - Eigentümer und Nachfolger - alles schon geklärt zu sein scheint, ist zwischen dem neuen Pächter und der Brauerei noch nicht alles in trockenen Tüchern. Es müssten noch Kleinigkeiten geklärt werden, damit vielleicht schon Ende Juli, spätestens Mitte August wieder Vollbetrieb herrscht.

Brauerei zeigt Interesse

Wie hinter vorgehaltener Hand zu erfahren war, soll es die Brauerei gewesen sein, die - verständlicherweise - ein Interesse an einer Weiterführung der stark frequentierten Gaststätte in Obermembach hatte. Eine Vertreterin des Unternehmens war dort in den vergangenen Monaten wiederholt gesehen worden.

Der Charakter des "Waldkrankenhauses" soll sich nicht wesentlich verändern, wird in Insiderkreisen erzählt. Denn das Gerücht, dass ein Externer einsteigt, machte schon seit längerer Zeit die Runde. Natürlich dürfte ein Pächter den derzeitigen Getränkepreis nicht halten können, aber eine moderate Erhöhung dürfte die Beliebtheit des Naherholungszieles nicht beeinträchtigen. rd