Zum Glück ist Untermembach nicht La Gomera. Das war die Botschaft, die Heßdorfs Bürgermeister Horst Rehder (BB) den Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr Ober-, Mittel- und Untermembach vermitteln wollte, als er ihnen eine kleine Episode aus einem Urlaub auf der Kanareninsel 2012 erzählte. Dort wütete damals ein Großbrand, dessen Auswirkungen auch die Urlauber mitbekamen, aber die einheimische Feuerwehr habe weder geländetaugliche Fahrzeuge gehabt noch durch organisierte Einsätze glänzen können. Ganz anders sei es in Bayern, wo auch noch die kleinsten Wehren bestens ausgerüstet und organisiert seien.
Dass die Membacher Feuerwehrleute ihre Aufgaben sehr ernst nehmen und die ihnen zur Verfügung gestellte Ausrüstung auch zu nutzen wissen, ging aus den Berichten hervor, die Kommandant Burkhardt Niepelt und sein Stellvertreter Helmut Rösch in der Jahreshauptversammlung im Gasthaus Noppenberger abgaben.
Im
Bereich der Übungen hob Niepelt besonders die Katastophenschutzübung "Ikarus" hervor, bei der rund 800 Einsatzkräfte, Schiedsrichter, Übungsleiter und Verletztendarsteller im Einsatz waren. Auch die Übung im Brandschutzcontainer in Nürnberg sei für einige Feuerwehrleute sehr lehrreich gewesen. Für das laufende Jahr steht der Digitalfunk im Vordergrund. Daneben wird ein Erste-Hilfe-Kurs angeboten, die Themen Leistungsabzeichen und Truppmannausbildung für den Nachwuchs haben die Verantwortlichen ebenfalls auf dem Schirm.

Zehn Einsätze, viele Übungen

Wie Rösch erläuterte, besteht die aktive Mannschaft besteht derzeit aus 33 Feuerwehrleuten sowie elf Nachwuchsfeuerwehrlern in der Jugendgruppe. Einsätze standen im vergangenen Jahr zehn auf der Liste, darunter zwei Brandeinsätze sowie technische Hilfeleistungen und Sicherheitswachen. Bei Einsätzen, Übungen und Fortbildungen leisteten die Aktiven insgesamt 1852,5 Stunden ehrenamtliche Arbeit.
Kommandant Niepelt ist auch der Jugendleiter der Membacher Wehr und berichtete unter anderem vom Jugendaktionstag "72 Stunden - uns schickt der Himmel", einer Weiherübung, einem Seifenkistenrennen und vielem mehr. Auch bei den Übungen stehe die Jugend den Großen in nichts nach. Die Nachwuchsfeuerwehrleute leisteten 1044,5 Stunden und hätten dabei sehr viel Engagement und Einsatzbereitschaft gezeigt, lobte Niepelt. Seit Juni des vergangenen Jahres ist die Jugendfeuerwehr Ober-, Mittel- und Untermembach auch Träger des Deutschen Nationalpreises, verliehen von der deutschen Nationalstiftung.
Im Verlauf der Versammlung wurde angekündigt, dass es ab sofort bei der Membacher Feuerwehr eine Bambinigruppe gibt, die von Heinz Heilmann, Helmut Rösch, Silke Dittrich und Jörg Baumüller geleitet wird. Mit dieser Gruppe biete sich die Möglichkeit, den Nachwuchs bereits im Kindesalter spielerisch zu fördern und an die Aufgaben der Feuerwehr heranzuführen. Die dazu erforderlichen Änderungen in der Satzung wurden ohne Diskussionen einstimmig von den Mitgliedern genehmigt.

Geehrte und Gewählte