Die Gemeinde Lonnerstadt verstößt mit der Methode, wie sie Fördergeld an Vereine vergibt, nicht gegen geltendes Recht. Zu diesem Urteil kommt die kommunale Rechtsaufsicht am Landratsamt. Diese wurde zu einer Prüfung aufgefordert. Der namentlich nur dem Landratsamt bekannte Beschwerdeführer hatte den Vorwurf eines angeblichen Rechtsbruchs erhoben, im Speziellen gegen Transparenz- und Antikorruptionsrichtlinien im EU-Recht.

Nun kam das Fazit der Juristen: "Die beanstandeten Vorgänge sind mit geltendem Kommunalrecht und höherrangigem Europarecht im Einklang." Das teilt Bürgermeisterin Regina Bruckmann (FW) auf Anfrage des Fränkischen Tags mit. Näheres wolle sie nicht bekannt geben. Sie wolle die Gemeinderatssitzung am 12. Oktober dazu nutzen, die Gemeinderäte zu informieren.

Bruckmann betont, dass sie ihre Sicht, die sie auch kürzlich im Interview mit dem Fränkischen Tag dargestellt hatte, voll und ganz bestätigt sehe: "Das Landratsamt sieht die Beschwerde für erledigt an und ich damit auch."

Der Kritiker, der nach Einschätzung Bruckmanns aus dem Gemeinderat stamme, hatte die Rechtmäßigkeit der Vereinsförderung angezweifelt. Im Speziellen genannt: das Gemeinschaftshaus in der alten Schule in Mailach sowie das Hirtenhaus in Ailsbach. Die Kommune verlangt für ihre Immobilien kein Mietentgelt, worin eine illegitime Förderung vermutet wurde, weil die Vereine mit der Bewirtschaftung einen Erlös erzielen würden. Die Fachleute im Landratsamt sehen dies offenbar anders.