So erreichte Uschi Schmidt jetzt per WhatsApp die Kunde, dass Dayami in Kuba ihr Kind geboren hat.

Die 34-Jährige war vor wenigen Wochen in ihr Herkunftsland abgeschoben worden. Der Helferkreis in Herzogenaurach hatte das auch deshalb kritisiert, weil sie da schon hochschwanger war. Mutter und Kind gehe es gut, der Bub heißt Christo Lukas, wurde mitgeteilt.

Uschi Schmidt gratulierte auch dem Verlobten von Dayami, der Junge sehe dem Papa ähnlich, wie sie meinte. Derweil gehen die Bemühungen weiter, die entsprechenden Papiere zu besorgen. Denn die beiden wollen heiraten. Aber es sei schwierig, sagt die Herzogenauracher Helferin, herauszufinden, "welche Papiere wo zu besorgen sind und wie man die Sperre für die Wiedereinreise wegbekommen kann."

Jeder Cent zählt

Jedenfalls werde nach wie vor jeder Cent gebraucht. Die Teuerungsrate in Kuba sei enorm. Dayami sei auch nicht direkt mit dem Handy erreichbar, da ihr Tablet verschwunden sei, sagt Schmidt. Sicher aber sei, "dass jeder gespendete Cent hilft."

Auch Luiza gratuliert

Eine Reaktion kam auch aus Kasachstan, wohin eine dreiköpfige Familie aus Tschetschenien abgeschoben worden ist. Mutter Luiza sandte zur Geburt von Dayamis Jungen Küsschen-Smileys in die WhatsApp-Gruppe. Für Luiza und ihren Mann Hassan ist die Lage in Kasachstan schwierig. In Deutschland leben zwei Töchter mit Familien. Dorthin möchten sie gern zurück, sagt Uschi Schmidt.

Und: "Luiza kann immer noch nicht begreifen, dass sie nicht mehr ihre Senioren betreuen kann und ihre Ausbildung nicht genehmigt wurde. Sie hofft noch immer auf ein Wunder." Ihr Mann Hassan sei währenddessen in eine tiefe Depression gefallen.