Kochduelle zwischen den Jugendlichen sind im Jugendclub Röttenbach schwer angesagt, weiß die Jugendpflegerin Christina Lorz. Diese können - dank der neuen Küche im Treffpunkt - inzwischen immer wieder veranstaltet werden. Nach der gelungenen Renovierung präsentierten die Jugendlichen und ihre Jugendpfleger den Jugendtreff "AREA 51" den Mitgliedern des Gemeinderates, den Eltern und überhaupt allen, die sich dafür interessierten und veranstalteten einen Tag der offenen Tür.

Während viele Jugendtreffs mit rückläufigen Besucherzahlen zu kämpfen haben, gilt das für den Röttenbacher "AREA 51" nicht, berichtet Lorz. Hier kommen zwischen 30 und 50 Jugendliche regelmäßig, wenn der Club offen ist: "Da sind wir stolz drauf", so Lorz.

Im Oktober des vergangenen Jahres wurde mit der Renovierung begonnen, die Gemeinde gab zweimal Geld: 6000 Euro 2014 und die gleiche Summe 2015 noch einmal. Auch der Kreisjugendring beteiligte sich in beiden Jahren mit jeweils 750 Euro an der Renovierung. Zunächst sammelten die Jugendlichen die Ideen, bevor es an die endgültige Umsetzung ging. Jetzt leuchtet die Sofaecke in frischem Grün, an den Wänden des Hauptraumes hängen Monitore an Traversen: Hier können die Jugendlichen ihre mit dem Handy aufgenommenen Fotos auf den Bildschirm schicken, sogar direkt aus dem Urlaub.

Der Tresen ist zentraler Treffpunkt, hier finden die Gespräche und das Miteinander statt. Neben den beiden Jugendpflegern kümmert sich ein elfköpfiges Jugendclubteam um die Bewirtung, sie übernehmen auch andere Aufgaben. Zwei von ihnen sind bereits älter als 18 Jahre, sie dürfen, unterstützt von zwei weiteren Jugendlichen, selbstständig den Jugendclub auch außerhalb der regulären Öffnungszeiten öffnen. Oft treffen sich die Jugendlichen ganz spontan, verabreden sich über Whats-App und genießen ihren Jugendclub.

Regelmäßige Kochduelle

Am Tag der offenen Tür halten sich die Jugendlichen allerdings etwas mehr zurück, als sonst üblich: Immerhin stecken neugierige Eltern die Nase in die Räume, wollen wissen, wo sich der Nachwuchs so aufhält, wenn er nicht zu Hause ist.

Über die zwei Jugendbeauftragten im Gemeinderat, die sich regelmäßig einmal im Monat mit den Jugendpflegern und interessierten Jugendlichen treffen, können sich diese am kommunalpolitischen Geschehen beteiligen, berichtet Bürgermeister Ludwig Wahl (FW).

Ihren persönlichen Geschmack jedenfalls testen die Jugendlichen bei den anfangs erwähnten Kochduellen gerne aus: Die Jugendpfleger kaufen die Zutaten, die Teams kochen und hinterher wird das Aussehen und der Geschmack der Speisen ebenso bewertet, wie die Sauberkeit in der Küche.