Mali, ein westafrikanischer Binnenstaat mit rund 14,5 Millionen Einwohnern, die sich aus rund 30 Ethnien verschiedener Sprachen und Kulturen zusammensetzen, steht in einer schweren Krise. Von seinem Wahlspruch in französischer Amtssprache "Un peuple, un but, une foi", zu Deutsch: "Ein Volk, ein Ziel, ein Glaube", scheint es weit entfernt.

Für Petra Burbach und ihren aus Mali stammenden Ehemann Soungalo Magassa ist es ein starkes und ehrliches Bedürfnis, hier zu helfen. "Die Unruhen in Mali waren für uns Anlass, eine umfassende Unterstützung aufzubauen", beschreibt Petra Burbach ihre Idee. Die evangelische Gemeinde mit Pfarrer Fritz Schäfer war rasch für diesen Gedanken gewonnen, und so konnten bereits Krankenbetten für die Kranken- und Entbindungsstation in Negala, rund 50 Kilometer von der Hauptstadt Bamako entfernt, angeschafft werden. "Doch es ist noch viel zu wenig, wir müssen mehr tun", erklärt Petra Burbach. Medizinische Hilfsgüter sowie ein eigenes Gebäude für die Geburtshilfe sind die nächsten Ziele. Gemeinsam mit ihrem Ehemann und den sechs Kindern wurde ein Programm mit dem Namen "Trommeln für Mali" ausgearbeitet.

Die Kirchengemeinde unterstützt voll und ganz. Das "Schäfer-Wissner-Duo" gibt zu Beginn des Abends eine musikalische Einlage, Rüdiger Lüdtke verkauft edlen Holzschmuck und viele Gäste sind gekommen, um Anteil zu nehmen sowie ihre Verbundenheit zu zeigen. Sie lassen sich gerne über die Kulturen, das Land und die Leute informieren. Feierlich, stark in den Höhen und Tiefen und einfach überzeugend, stimmt die Tochter Mariam mit dem live gesungenen Birdy-Song "People help the People" auf das Thema ein und ergreift die Gemüter so sehr, dass bereits vor dem Verklingen des letzten Tones frenetisch applaudiert wird. Der Titel des Songs stellt gleichsam die Hymne dieser Veranstaltung dar.

Doch der besondere Höhepunkt ist der aus Mali stammende Trommler Kassim Traore. Ruhig, langsam und sehr besonnen fängt er sein Spiel an. Rasch ist er im besten Rhythmus, unglaublich flink und mit einem Tempo, das einzelne Trommelschläge kaum erkennen lässt, reißt er das Publikum in seinen Bann. Sofort sind erste Tänzer auf der Tanzfläche und zeigen in einem Feuerwerk der Bewegungen ihre afrikanischen Tanzkünste.
"Die Lebensfreude habe ich erst in Mali kennengelernt", sagte Petra Burbach zu Beginn des Abends, und bei den Bildern der lebensfroh tanzenden Menschen lässt sich dieses in überschäumender Vitalität sehen. Doch es sind auch die stillen und leisen Moment, wahre Augenblicke, die ihr mehr vom Leben gezeigt haben, als sie je erwartet hatte. "Das Leben in Mali hat mir Entschleunigung geschenkt."

Wer für Mali spenden möchte, kann folgende Bankverbindung nutzten: Kontonummer 103 511 952, Raiffeisenbank Höchstadt. BLZ 763 600 33