Nicht die Kirchenglocken riefen zum Gebet, nein der Adelsdorfer Pfarrfasching lockte die vielen seltsamen Gestalten wie Räuber, Piraten, Zauberer und Hexen in das Pfarrzentrum von St. Stephanus. Der alljährliche Pfarrball lockte auch den letzten Stubenhocker hinter dem Ofen hervor aus Adelsdorf und Zeckern, aber auch aus Aisch und von weiter her. Alleinunterhalter Jürgen Weber sorgte mit seiner Tanz- und Unterhaltungsmusik für Bombenstimmung.Auch Karla Kolumna, die rasende Reporterin aus der Bibi Blocksberg-Geschichte, hatte sich wieder mit ihrer Kamera unters närrische Volk gemischt und beobachtete das muntere Treiben.

Die zwölfjährige Fiona Schneider, Tanzmariechen vom KCR Röttenbach, flog leicht und locker durch Luft, andete am Schluss elegant im Spagat und großer Beifall war ihr sicher.
Den Faschingsball hatte wie immer der Pfarrgemeinderat, allen voran Thomas Röckelein und Günter Münch, zusammen mit dem Frauenbund, der sich nicht nur um das leibliche Wohl kümmerte, bestens organisiert.

Auf dem Weg nach Afrika

Auf dem Weg durch den Saal traf Karla die kleine Putzfrau Sabine mit Werner, ihrem Gschpusi. Ganz verliebt schauten sie sich an. "Heute vor zehn Jahren haben wir uns auf dem Faschingsball kennen gelernt", strahlte sie glücklich. Nun sind sie schon lange verheiratet und haben zwei Kinder. Seitdem sind die Dresels regelmäßig und gerne beim Pfarrball.

Inzwischen marschierten die Damen vom Frauenbund herein. "Das bisschen Haushalt macht sich von allein!", sangen sie aus voller Brust, bewaffnet mit allen möglichen Putzgeräten. "Die drei lustigen vier" machten sich diesmal auf den Weg nach Afrika. Dort waren sie auf der Suche nach ihrem vierten Mann. Der (Andreas Hummel) ist in Afrika verschollen, hat aber noch eine Flaschenpost in den reißenden Strom Aischalis werfen können und berichtet darin, dass er und der Pfarrer bei dem Volk der Aischerias gefangen gehalten werden. Die beiden nahmen Pfarrer, Pfarrgemeinderat und Gemeinde ganz schön auf die Schippe.

Auch zwei Schafe - ein schwarzes und ein weißes - hielten verzweifelt Ausschau nach ihrem Hirten, der ja im Moment die heiße, afrikanische Wüste seinen vielen gläubigen Schäfchen - ob schwarz oder weiß - vorzieht.

Die Minis zeigten den zweiten Teil ihres selbst gedrehten Films: Was man als Ministrant nicht im Gottesdienst machen darf, wie zum Beispiel die Leute mit Weihrauch vergiften, das Weihwasser austrinken, ein Selfie vom Pfarrer machen und noch mehr.