Wie vieles andere fällt auch der von Jahr zu Jahr immer beliebter gewordene Höchstadter Weihnachtsmarkt heuer Corona zum Opfer. In der Stadtverwaltung hat sich ein Team um Thomas Oppelt, Susanne Bayer und Tanja Schwägerl vorgenommen, mit dem "Höchstadter Weihnachtszauber" erst recht weihnachtliche Stimmung in die Stadt zu bringen.

Er könne die negativen Corona-Nachrichten schon nicht mehr hören, sagte Bürgermeister Gerald Brehm (JL), als er am Dienstag zusammen mit den Initiatoren das Weihnachtszauber-Programm vorstellte. "Wir wollen positiv denken, 2021 soll ein Jahr des Aufbruchs werden", sagt Brehm. Man möchte den Bürgern wieder Veranstaltungen anbieten, bei denen sich die Menschen treffen können.

Dank an Ali Arabi

Jetzt steht aber erst einmal die Weihnachtszeit an. Als äußeres Zeichen schmückte gestern ein ganzes Team den Weihnachtsbaum am Marktplatz. In den vergangenen Jahren hatte das bis zu seinem 80. Geburtstag ehrenamtlich Ali Arabi übernommen, dem der Bürgermeister dafür ganz besonders dankt.

"Wir hatten viel geplant, mussten aber nach und nach abspecken", bedauert Susanne Bayer mit Blick auf die steigenden Corona-Zahlen. Trotzdem wolle man die Innenstadt weihnachtlich haben, ein schönes Flair verbreiten. Um den Baum am Marktplatz wird es einen Hackschnitzel-Teppich geben, dazu täglich von 16 bis 20 Uhr weihnachtliche Beleuchtung und Klänge. "Die Leute sollen das auf sich wirken lassen", sagt Bayer. Wer Glück hat, kann sogar das Christkind treffen, das auch vor dem Krankenhaus und vor den Altenheimen in Erscheinung treten wird.

Christkind im Netz

Wie könnte es anders sein, weicht das Christkind in Corona-Zeiten auch ins Internet aus. Auf der Homepage der Stadt kann der Prolog abgerufen werden, mit dem der Weihnachtsmarkt eröffnet worden wäre.

Eine Antwort auf die Hygiene-Auflagen soll die Aktion Wünschebaum werden. Kinder sollen sich ihre Wünsche auf Zetteln an den Baum am Marktplatz heften, Erwachsene können sich dann die Wünsche anschauen und den einen oder anderen erfüllen.

Stadtmarketing-Manager Thomas Oppelt liegen besonders die Höchstadter Geschäftsleute am Herzen. Auf die Frage, was ist Corona-konform?, rückte einmal mehr der Höchstadter Adventskalender in den Fokus, der schon im vergangenen Jahr gut angekommen war.

Der Kalender überrascht vom 1. bis 24. Dezember jeden Tag mit besonderen Aktionen und Angeboten der Höchstadter Geschäftswelt. Er wird mit den Amtsblättern in Höchstadt und Adelsdorf an 10 600 Haushalte verteilt.

24 mal 20 Euro

Zusätzlich werden unter den Kunden der teilnehmenden Geschäfte 24 von der Stadt spendierte Einkaufsgutscheine im Wert von je 20 Euro verlost. An dem Tag, an dem die Aktion läuft, können die Kunden in dem jeweiligen Geschäft ein Los ausfüllen. Am Ende der Aktion wird das Christkind die Gewinner ziehen.

Die Höchstadter Geschenkgutscheine sind ohnehin für Tanja Schwägerl das ideale Weihnachtsgeschenk. Bevor man im Internet bestellt, sollte man sich überlegen, ob man die Geschenke nicht auch in Höchstadt kaufen könnte, meint die Mitarbeiterin der Stadtverwaltung, die sich speziell um die Gutscheine kümmert.

Bürgermeister Brehm sieht in den Gutscheinen einen gleich doppelt positiven Effekt. Man tut Gutes und unterstützt die heimische Geschäftswelt - mit einem Gutschein für ein schönes Abendessen könne man speziell der notleidenden Gastronomie helfen.

Unter dem Motto "Uns reicht's" blicken Brehm und seine Mitarbeiter nach vorne. "Wir planen fürs nächste Jahr eine Perlenkette kleinerer Kulturveranstaltungen", kündigt Susanne Bayer an und erinnert an die Sundowner-Konzertreihe im Freibad. Dann können sich die Höchstadter Künstler wieder live und nicht nur auf der virtuellen Bühne der Fortuna Kulturfabrik zeigen.