Fast 40 Jahre sind das Höchstadter Freibad und das Eisstadion inzwischen alt - und damit auch der Umkleide- und Sanitärtrakt dazwischen, der für beide Einrichtungen verwendet wird. Die längst nicht mehr zeitgemäße Anlage wird jetzt erneuert, nachdem über Jahrzehnte nicht viel investiert worden war.

In seiner Sitzung am Montagabend war sich der Höchstadter Stadtrat einig, eine Million Euro in die Modernisierung zu stecken. Bürgermeister Gerald Brehm (JL) freute sich, dass man mit der Vergabesumme der einzelnen Gewerke unter den veranschlagten Kosten geblieben war.

Stellvertretender CSU-Sprecher Alexander Schulz begrüßte die Modernisierungsarbeiten und wünschte eine "konsequente Weiterführung". Er kritisierte allerdings, dass diese Million ausgegeben werde, obwohl der Haushalt 2017 noch nicht verabschiedet sei.

Für SPD-Sprecher Andreas Hänjes sei die eine Million in der haushaltslosen Zeit "ein Hammer". Er vermisste in der Kostenaufstellung eine genauere Benennung der Gewerke und sprach von Verständnis-Problemen. Hänjes kritisierte, dass die Stadt die Umbauarbeiten mit den Vereinen abgesprochen habe. Der Stadtrat wäre für ihn die richtige Adresse gewesen. Bürgermeister Brehm musste widersprechen. Alle Gewerke seien diskutiert worden.
Axel Rogner, HEC-Verwaltungsratsvorsitzender und stellvertretender Junge-Liste-Sprecher, bezeichnete es als "vorbildlich, wenn sich die Stadt mit den Vereinen zusammensetzt". Es sei auch wichtig, jetzt mit den Arbeiten zu beginnen, damit sie bis zum Beginn der neuen Saison im Eisstadion abgeschlossen sind.

Unterdessen haben Mitarbeiter der Stadt bereits damit begonnen, die alten Umkleiden, Duschen und Toiletten auszuräumen. Wie Hans-Peter Philipp, Leiter des Höchstadter Freizeitzentrums, gestern dem FT erläuterte, bleibt nur die äußere Hülle des Gebäudekomplexes stehen. Im Inneren wird praktisch alles neu gestaltet und modernisiert.

Die relativ großen Duschräume für Damen und Herren werden verkleinert und dafür die Umkleidekabinen deutlich vergrößert. Das wird vor allem die Eishockeymannschaften freuen. Zudem bekommt das ganze Areal einen schlittschuhfesten Bodenbelag. Für die Zuschauer wird das Toiletten-Angebot ausgebaut.

Die Freibadgäste müssen in diesem Sommer leichte Einschränkungen hinnehmen. Für sie steht nur die frisch renovierte Wärmehalle zur Verfügung.