Die Bewohner des Alten- und Pflegeheimes im Liebfrauenhaus nehmen durchaus regen Anteil am Stadtgeschehen und sind auch neugierig. Traditionell kam Bürgermeister German Hacker (SPD) zum Neujahrsempfang, um ihnen zu erklären, was sich in Herzogenaurach alles bewegt und verändert. Zusammen mit der Alten- und Pflegeheimleiterin Irmgard Walz sowie Stefan König, Geschäftsführer des Seraphischen Liebeswerks (SLW), stieß das Stadtoberhaupt mit den Bewohnern auf ein gutes und gesundes Neues Jahr an.
Darunter war mit Helga Kuno auch die nahezu 105 Jahre alte Oma des Bürgermeisters. Während Hacker mit Orangensaft anstieß, hatte die Oma Sekt pur im Glas. "Normalerwiese trinke ich um diese Zeit keinen Alkohol, aber heute ist ein besonderer Tag", erklärte die Seniorin schmunzelnd. Sie verriet auch noch, dass sie sich jeden Abend ein Gläschen Weißwein gönnt.


Bessere Anbindung für Personal

Aufmerksam verfolgten die Senioren die Präsentation des Bürgermeisters und kritisierten, dass die neuen Geschäfte im Gebiet Klingenwiesen nicht mit dem Herzobus angefahren werden. Hacker erklärte, dass dies frühestens in einem Jahr testweise geschehen werde, wenn der Busbahnhof an die Schütt zurückverlegt ist.
Die Vorstellung neuer Linien und dann erheblich verkürzter Taktzeiten hörten auch Stefan König und Irmgard Walz mit großem Interesse. "Wir suchen händeringend Pflegemitarbeiter. Viele gehen in den Ruhestand, wir bilden auch aus, aber manche Bewerbungen scheitern eben auch am ÖPNV", klagte Irmgard Walz. Nach Auffassung des Bürgermeisters könnte sich das im kommenden Jahr ändern, denn mit den neuen Linien und den Zielen Nürnberg-Nord und Emskirchen werde es eine bessere Anbindung von und nach Herzogenaurach geben.
Hacker und König wiesen auch auf die Baumaßnahmen rund ums Liebfrauenhaus hin, so entstehe eine neue Pflege- und Wohneinrichtung sowie gegenüber der Kirche ein Wohn- und Geschäftshaus mit einem Café im Erdgeschoss.
Auch zum Stadtnorden äußerte sich der Bürgermeister. So sei die Stadt nach wie vor interessiert, dass im ehemaligen Praktiker wieder ein Baumarkt einzieht. Auch für das Kaufland, das im kommenden Jahr seine Pforten schließt, zeichne sich eine Lösung ab, denn der Immobilien-Eigentümer würde bereits mit einem Nachmieter verhandeln. Auch die Frage nach bezahlbarem Wohnraum konnte der Bürgermeister beantworten, es werden in den geplanten Wohnbaugebieten auch sozial verträgliche Wohnungen gebaut. Auch 2017 werde die Stadt weiterhin moderat wachsen, damit sich die Bevölkerung wohl und zuhause fühlt.