• Herzogenaurach: Erlebnishof "Lindenhof" leidet unter aggressiv auftretenden Gästen
  • Wegen Ticketregelung: Mitarbeiterinnen am Telefon und vor Ort beschimpft
  • "Mädels werden am Telefon und vor Ort angegangen" - Betreiberin fordert "Mindestmaß an Anstand"

Auf dem Erlebnishof "Lindenhof" in Herzogenaurach (Landkreis Erlangen-Höchstadt) müssen Gäste auch weiterhin vor dem Besuch ein Onlineticket buchen. Das sorgt bei einigen Gästen für Unmut und führt zu wüsten Beschimpfungen gegenüber den Mitarbeiterinnen. Das teilte die Betreiberin gegenüber inFranken.de mit.  

"Das lass ich mir nicht länger gefallen!" - Betreiberin von Erlebnishof beklagt Aggressivität gegenüber Mitarbeiterinnen

Da die Anlage und die Beschäftigten nur eine bestimmte Kapazität an Gästen bewerkstelligen könnten, hätten sich die Betreiber des Erlebnishofs dazu entschieden, die Onlineticket-Regelung auch weiterhin beizubehalten. Einige Gäste kämen aber trotzdem vorbei, ohne vorher online ein Ticket zu reservieren.

"Wenn wir noch Kapazitäten haben, dann drücken wir schon mal ein Auge zu, oftmals geht das aber nicht, weil wir ausgebucht sind. Dann müssen wir die Leute leider wieder wegschicken", sagt sie. "Und da gibt's dann die, die es nicht einsehen und einfach frech werden. Und sogar mehr als das. Da wird es dann ganz schnell beleidigend und niveaulos und meine Mädels werden am Telefon und vor Ort angegangen", klagt sie.

"Wenn ich mitbekomme, dass ein erwachsener Mensch ein junges Mädchen am Telefon oder vor Ort dermaßen runtermacht, dann muss ich sagen, dann ist das etwas, was ich mir nicht länger gefallen lasse." Neben ihren beiden Töchtern arbeiten ihr zufolge auch noch drei andere Mädchen auf dem Erlebnishof, weswegen sie den Betrieb auch gerne als  "Lindenhof-Patchworkfamilie" bezeichne, wie sie gegenüber inFranken.de betont. Umso wichtiger sei ihr ein vernünftiger Umgangston seitens ihrer Gäste.

Herzogenaurach: Schlechte Bewertungen angedroht - "erpressen lassen wir uns nicht"

Manche der abgewiesenen Besucher*innen drohten ihr zufolge sogar mit schlechten Bewertungen und Rezensionen im Internet, um so den Eintritt zu erzwingen. "Erpressen lassen wir uns aber nicht", sagt sie. "Vor allem dann nicht, wenn die Leute gleich garstig werden. So erreicht man nicht, was man will."

Es sei doch nicht zu viel verlangt, sich auch dann ein gewisses Mindestmaß an Anstand zu bewahren. "Denn ein bisschen Anstand kostet ja nichts", betont die Betreiberin des Erlebnishofs in Herzogenaurach.