Die CSU erreicht mit rund 1,3 Millionen aller Stimmen 34,25 Prozent und bleibt mit 20 Sitzen die stärkste Partei im Gremium (2014: 22). Ihr folgen die Grünen, die mit 20,67 Prozent Freie Wähler und SPD hinter sich lassen. 779 380 Stimmen reichen für zwölf Sitze.

FW und SPD verlieren

Diese gingen eben vor allem auf Kosten der Freien Wähler (18,11 Prozent) und der SPD (13,16 Prozent), die nur noch elf beziehungsweise acht Mandate bekommen. Seit 2014 hatten beide Gruppierungen je 13 Sitze im Kreistag. Die FDP rutscht von 4,43 auf 2,53 Prozent ab und büßt damit einen von vormals drei Sitzen ein.

AfD und JU holen je drei Sitze

Neu im Gremium sind die AfD und die Junge Union (JU), die jeweils mit gleich drei Vertretern einziehen, sowie die Gemeinschaftsliste von Linke, ÖDP und Die Partei (LÖP) mit einem Sitz.

Alexander Tritthart (CSU) war am Sonntag erneut zum Landrat gewählt worden, obwohl er vier Gegenkandidaten hatte. "Das freut mich natürlich sehr", sagte er im Gespräch, "aber auch das Ergebnis der CSU für den Kreistag". Zwar hat die CSU zwei Sitze verloren, doch die JU beansprucht aus dem Stand heraus drei Mandate für sich. "Wir haben sozusagen einen Sitz dazugewonnen", sagt Tritthart, denn schließlich arbeite man mit der JU eng zusammen. Erfreulich auch, dass die künftigen CSU-Kreisräte den gesamten Landkreis abdecken.

Auf gute Zusammenarbeit

Bedenklich dagegen findet es Tritthart, dass die AfD mit drei Sitzen in den Kreistag einziehen wird. Er wolle - wie in den letzten sechs Jahren auch - mit allen Gruppierungen gut zusammenarbeiten. Von Gesprächen mit der AfD sehe er jedoch ab.

Der Grünen-Kreissprecher Manfred Bachmayer wertet das Wahlergebnis mit 20,67 Prozent als "sehr zufriedenstellend". Erstmals sei die Umweltpartei damit die zweitstärkste Fraktion im Landkreis Erlangen-Höchstadt.