Die Gemeinde Oberreichenbach mit ihrem Bürgermeister Klaus Hacker (FWG) an der Spitze lud am Dreikönigstag zum Neujahrsempfang ein. Franz Teschauer wurde mit der Ehrenmedaille ausgezeichnet, weil er sich in besonderer Weise für das Wohl der Gemeinde verdient gemacht hat. Diesen Termin nutzt die Gemeinde außerdem, um Vereinsvorsitzende und Bürger zu einem gemütlichen Abend einzuladen.

Jahrzehnte für die Gemeinde

Die Laudatio trug Altbürgermeister Karl Kreß vor, der viele Jahre gemeinsam mit Teschauer die Geschicke der Gemeinde leitete. Nicht nur das Engagement im Gemeinderat, auch die Arbeit als Zweiter beziehungsweise Dritter Bürgermeister über mehr als zwei Jahrzehnte hinweg waren der Grund, weshalb Teschauer auserkoren worden war, Träger der Medaille zu werden.

Auch in der Feuerwehr leistete Teschauer über 40 Jahre aktiven Dienst.
Im Jahre 1984 übernahm er den Posten des Vorsitzenden des Feuerwehrvereins von seinem damaligen Vorgänger Fritz Hacker. In dieser Funktion hat Teschauer zahlreiche Veranstaltungen mit seinen Kameraden und Vorstandsmitgliedern organisiert und durchgeführt. Unvergesslich und immer wieder erwähnt bleibt dabei der Sternmarsch, den Teschauer anlässlich des 90. Gründungsfestes der Feuerwehr Oberreichenbach für die Teilnehmer organisiert hatte.
"Diese Aufzählung könnte noch unendlich fortgesetzt werden. Diese Sätze bestätigen den Entschluss, Teschauers für sein Engagement in der Gemeinde mit der Bürgermedaille der Gemeinde Oberreichenbach auszuzeichnen", sagte Karl Kreß.

Tief berührt

Nach der Übergabe der Medaille nebst Urkunde bedankte sich Franz Teschauer mit Tränen in den Augen vor allem bei seiner Frau Gerlinde, weil sie immer Verständnis für sein Engagement gezeigt habe. Sein Dank galt auch Bürgermeister Klaus Hacker und den Gemeinderäten für diese Entscheidung.

Erstmals in der Geschichte der Verleihung der Bürgermedaille gab es an diesem Abend eine weitere Person, die für ihre ehrenamtliche Tätigkeit gewürdigt wurde. Die Rede ist von Günter Taschner, der 1947 mit seiner Familie nach Oberreichenbach kam. Seitdem ist er im Ort als Dorfschmied sozusagen Mädchen für alles. Die Bauhofmitarbeiter sind auch heute noch regelmäßig Kunden bei Taschner. Die zweite Heimat Taschners war viele Jahre lang der Sport Club Oberreichenbach. Lange Jahre war Taschner Jugendtrainer und Jugendleiter im Verein. Fast alle Oberreichenbacher Buben hat Teschauer in der Zeit von 1960 bis 1985 durch die Pubertät ins Erwachsenenalter begleitet. Auch Hacker war einer derjenigen, die von Teschauer viel für das Leben gelernt haben. Wie aus der Laudatio hervorging, seien Taschner Werte wie Respekt, Fairness und soziales Engagement immer wichtig gewesen und dies habe er an seine "Jungs" weitergegeben.

Als Taschner etwa 60 Jahre alt war, war der Jugendfußball nicht mehr sein Spielfeld. Dann ist er in die Seniorenleitung eingestiegen. Hier war er bis 2012 integriert. Dieser Einsatz und noch viel mehr waren Anlass für die Gemeinde Oberreichenbach, Günter Taschner eine Dankesurkunde zu überreichen. Damit verbunden war ein Geldgeschenk in Form der gemeindeeigenen Währung, dem Oberreichenbacher.

Ehrung als Überraschung

Auch Taschner war von der Ehrung überrascht und bedankte sich bei den Verantwortlichen für diese Ehre.
Nach dem offiziellen Teil, der von "Octissimo", acht jungen Damen der Jugendkapelle Aurachtal unter der Leitung von Christine Hensel, musikalisch umrahmt wurde, gab es für die geladenen Gäste ein reichhaltiges Büfett.