Denn die gelebte Partnerschaft zwischen Herzogenaurach und Nova Gradiska erstreckt sich auch auf die beiden Pfarreien. Waren doch Gruppen der jeweiligen Pfarreien aus Herzogenaurach und Nova Gradiska zu Besuchen in der jeweiligen Partnerstadt.

Unter den schattigen Bäumen im Weihersbach ließ es sich gut sitzen. Die Bänke vor den Kellern waren alle besetzt. Für die musikalische Umrahmung sorgte die Band "Spirit of Life" der Pfarrei St. Josef in Niederndorf.
Zelebriert wurde der Gottesdienst von Stadtpfarrer Helmut Hetzel sowie den Geistlichen Perica Matanovic und Ivan Stivicic aus Nova Gradiska.

Die Geistlichen hatten sowohl für die Herzogenauracher als auch die Besucher aus Nova Gradiska einen ansprechenden Gottesdienst zusammengestellt. Die Gebete wurden von den Geistlichen abwechselnd in deutscher und kroatischer Sprache gesprochen.
Zentraler Inhalt für den Gottesdienst war die Freundschaft zwischen den Bewohnern von Herzogenaurach und den Gästen aus Nova Gradiska.

Stadtpfarrer Helmut Hetzel stellte fest, dass er seit neun Jahren in Herzogenaurach als Seelsorger wirke, aber er könne von sich sagen: "Ich bin der Helmut und da bin ich dahamm!" Das Bekenntnis zur Heimat stelle sich an diesem Fest besonders in Form der Frage: "Was ist Heimat?" Im Evangelium habe sich gezeigt, dass Jesus in seiner Heimat Nazareth nicht den Raum zur Entfaltung hatte. "Heimat ist der Ort, an dem ich sein kann, was ich bin", sagte Hetzel. Dort würden mich die Menschen annehmen, wie ich bin. Heimat bedeute aber auch Anteil zu nehmen am Leben unserer Freunde aus Nova Gradiska. Es gelte, ihnen unsere Anteilnahme spüren zu lassen mit ihnen zu feiern, zu tanzen und zu singen.

Mit den Worten: "Wir sind eingeladen, den Menschen, die zu uns kommen, Raum zur Entfaltung zu geben", beendete Hetzel seine Predigt. Während des Gottesdienstes wurden die Lieder "Hevenu Shalom" und zum Abschluss "Atme in uns" gesungen. Die Kollekte des Gottesdienstes soll für die Flüchtlingshilfe in Herzogenaurach verwendet werden.