Ja, die Chips für die Fahrgeschäfte sind 50 Cent billiger. Das stellt Katrin Gilsbach fest, die auch am Sonntag und am Mittwoch mit ihren zwei Kindern auf der Sommerkirchweih war. Sie zückt gerade ihren Geldbeutel, damit ihr Junior noch eine Runde mit dem "Abschleppwagen" drehen kann.

"Aber man kauft dann halt mehr Chips", meint sie mit Blick auf ihren Vierjährigen. Ihr Kleiner mit Kinderwagen stünde eh mehr auf was zum Essen, lacht Gilsbach.

Sparen will Hans Schmid nicht. Das stünde ihm als Opa, der die Enkelin aus Eltersdorf zu Gast hat, schlecht an. Das es gerade der Familientag ist, den sie zum Besuch der Sommerkirchweih nutzten, war Zufall. "Bis jetzt haben wir 9,50 Euro ausgegeben", zählt er nach. Darin ist auch das rosarote Lebkuchenherz für das kleine Fräulein eingerechnet.


Limit: zehn Euro

"Ich glaube nicht, dass man wirklich spart", ergänzt seine Ehefrau Maria. "Die Fahrgeschäfte fahren kürzer, dann wollen die Kinder nochmal", glaubt sie beobachtet zu haben.

"Doch man kann schon sparen", wird Schmid von einer Mutter mit drei Kindern widersprochen. "Was wir heute genutzt haben, war billiger", fährt sie fort. Genutzt haben die Kinder im Alter von zwei, fünf und sechs Jahren die Schiffschaukel und zum Naschen gab es eine Tüte Gebrannte Mandeln. "Bei uns gibt es ein Limit", erklärt die Mutter. "Jedes Kind darf zehn Euro ausgeben, dann ist Schluss.

Bei drei Kindern sind das 30 Euro. "Das sind mehr als zwei Arbeitsstunden; man muss ja netto rechnen."