Erlangen
Volksfest

"Rangelei" auf Bergkirchweih artet aus: Sicherheitsdienst will schlichten - und kassiert Schlag ins Gesicht

Der sechste Tag der Erlanger Bergkirchweih verlief laut Polizeiangaben zwar insgesamt friedlich. Doch einige Male musste sie am Dienstag (7. Juni) dennoch eingreifen. In einem Fall griff ein Festbesucher einen Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes an, nachdem dieser eine Rangelei zwischen zwei Streithähnen schlichten wollte.

Am sechsten Tag der Erlanger Bergkirchweih (Dienstag, 7. Juni) waren trotz guter Witterung immer noch freie Plätze auf den Kellern zu finden. Sowohl im Bereich der Keller als auch rund um die Fahrgeschäfte und Verkaufsbuden konnten die Besucher auf den Straßen und Wegen ungehindert flanieren.

Gleich zu Dienstbeginn konnten die Beamten der Bergwache einen entlaufenen Dackel an seinen Besitzer übergeben. Die Nachmittagsstunden auf dem Festgelände verliefen ohne nennenswerte Vorfälle. Die friedliche Bergstimmung wurde am Abend durch eine tätliche Auseinandersetzung gestört, berichtet die Polizei. Zunächst gab es eine Rangelei in der Bergstraße. Als Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes schlichtend eingriffen, schlug einer der Streithähne einem der Sicherheitsleute ins Gesicht.

Erlanger Bergkirchweih: Radfahrer mit 2 Promille knallt ungebremst gegen Ampelmast

Gegen 21.30 Uhr stürzte ein Festbesucher mehrere Treppenstufen hinunter. Dabei wurde er verletzt und musste vom Rettungsdienst behandelt werden.

Die Nachfeiern in der Innenstadt verliefen aus Sicht der Polizei absolut friedlich. Den Polizeikräften wurden keinerlei tätliche Auseinandersetzungen gemeldet, es kam lediglich zu einem Fahrraddiebstahl und einer Sachbeschädigung. Ein Festbesucher beschädigte während des Besucherabstroms in der Bayreuther Straße die Heckscheibe eines geparkten Autos und verursachte dadurch einen Sachschaden von mehreren hundert Euro.

Ein 43-jähriger Festbesucher war offensichtlich zu bequem, um nach Bergende nach Hause zu laufen. Zivilkräfte der Polizei beobachteten den Mann, wie dieser augenscheinlich auf der Suche nach einem fahrbaren Untersatz war und schließlich ein unversperrtes Fahrrad schnappte. Der 43-Jährige muss sich nun wegen Fahrraddiebstahls verantworten.

Bereits gegen 19.30 Uhr ereignete sich in der Güterhallenstraße ein Verkehrsunfall, bei dem ein alkoholisierter Fahrradfahrer erheblich verletzt wurde. Der 49-jährige Fahrradfahrer war offensichtlich auf dem Nachhauseweg von der Bergkirchweih und fuhr auf der Güterhallenstraße in Richtung Westen. Auf Höhe der Goethestraße prallte der Radler ungebremst gegen einen Ampelmast und stürzte vom Fahrrad. Hierbei zog er sich erhebliche Verletzungen zu und musste vom Rettungsdienst in eine Klinik eingeliefert werden. Ein Atemalkoholtest bei dem 49-Jährigen ergab einen Wert von 2,08 Promille.

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Vorschaubild: © Daniel Karmann (dpa)