Der Pfingstmontag (6. Juni) lockte bei wechselhaftem Wetter zahlreiche Besucher zum Frühschoppen auf das Festgelände der Erlanger Bergkirchweih. Bis in die Nachmittagsstunden füllten sich die Plätze auf den Kellern vollends und auch im Bereich der Fahrgeschäfte herrschte reger Besucherandrang.

Die Einsatzkräfte verzeichneten einen ruhigen und friedlichen Festverlauf, berichtet die Polizei am Dienstag (7. Juni). Lediglich eine Streitigkeit zwischen zwei Frauen, die sich im Besucherstrom etwas zu nahe kamen, hatten die Beamten zu schlichten.

Erlanger Bergkirchweih: Festbesucher klauten Blaulicht von Polizeiauto

Ansonsten konnten die Beamten zwei Kinder auf dem Festgelände aufgreifen, die von zu Hause ausgebüxt waren. Auch eine 84-jährige Festbesucherin, die von ihren Angehörigen vermisst gemeldet wurde, konnten die Polizisten auf dem Festgelände auffinden.

Außerdem müssen sich laut Polizeibericht drei Festbesucher aus Baden-Württemberg wegen Diebstahls verantworten. Auf dem Heimweg vom Festgelände montierten sie das mobile Blaulicht eines geparkten Polizeifahrzeuges ab. Die drei Personen wurden dabei beobachtet und konnten im Zuge der eingeleiteten Fahndung samt der Beute angetroffen werden.

Nach Ende des Festbetriebes kam es auf dem Festgelände noch zu einer tätlichen Auseinandersetzung. Ein 35-jähriger Mann sprach gegen 0.30 Uhr Mitarbeiter eines Imbissstandes an und wollte noch etwas zu Essen bestellen. Nachdem der Stand bereits geschlossen hatte, kam es zu einem Streit. Als der 35-Jährige gehen wollte, wurde er von fünf der Mitarbeiter verfolgt und gemeinschaftlich mit Fäusten traktiert.

Einsatzgeschehen im Stadtgebiet während der „Nachfeiern“

Auch die Einsatzkräfte im Bereich der Innenstadt sprachen von friedlichen Nachfeiern. So hielten sich im Bereich des Martin-Luther-Platzes in der Spitze maximal 600 Personen auf, die den fünften Bergtag fröhlich ausklingen ließen. Lediglich in einem Fall galt es die erhitzten Gemüter zweier Bergbesucher zu schlichten.

Einige Personen zeigten sich uneinsichtig und waren trotz ihrer Alkoholisierung mit Fahrzeugen unterwegs. So wurden im Rahmen von Verkehrskontrollen insgesamt neun Personen mit Alkoholwerten zwischen 0,62 und 1,94 Promille aus dem Verkehr gezogen, teilt die Polizei weiter mit.

Ein 76-jähriger Rentner zeigte sich hier besonders uneinsichtig. Dieser fiel den Polizeibeamten im Bereich der Haagstraße auf, wie er in Schlangenlinien sein Rad schob. Daher wurde von den Einsatzkräften angesprochen und belehrt. Kurze Zeit später stieg er jedoch auf sein Rad und fuhr los.

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Vorschaubild: © Ronald Rinklef / Fränkischer Tag (Archivbild 2019)