DIPG – diese vier Buchstaben stehen für einen unheilbaren Hirntumor: das diffuse intrinsische Ponsgliom. Die Forschung rund um die seltene Tumorerkrankung voranzutreiben und die Versorgung schwer kranker Kinder und Jugendlicher zu verbessern, ist das Ziel von Stefan Weber von der sogenannten DIPG-Armee. Deshalb werden auf der Facebookseite der Initiative Bennifanten versteigert – einen davon signierten jetzt die Spieler des HC Erlangen. Der Erlös kommt dann einerseits dem Kinderpalliativteam der Kinder- und Jugendklinik (Direktor: Prof. Dr. Joachim Wölfle) des Universitätsklinikums Erlangen zugute und unterstützt andererseits die DIPG-Forschung, wie das Uni-Klinikum Erlangen berichtet.

Um darüber hinaus krebskranken Kindern und Jugendlichen eine Freude zu machen, werden einige der bunten Stoffelefanten in der Kinderonkologie des Uni-Klinikums Erlangen neue Spielkameradinnen und -kameraden bekommen. „Wir wollen den kleinen Patientinnen und Patienten Bennifanten schenken, um sie ein wenig von ihrer Erkrankung abzulenken“, so Stefan Weber.

Am häufigsten betrifft DIPG Mädchen und Jungen zwischen vier und elf Jahren; den Angehörigen bleibt nach der Diagnose in der Regel weniger als ein Jahr mit ihrem Kind. Das Kinderpalliativteam unterstützt Familien mit sterbenskranken Kindern in doppelter Hinsicht: zum einen medizinisch – etwa, wenn eine junge Patientin oder ein junger Patient Schmerzen hat, nicht gut einschlafen kann oder unter Atemnot leidet. Zum anderen beantworten die Mitarbeitenden des Teams alle sozialrechtlichen, organisatorischen und finanziellen Fragen. Ganz besonders wichtig sind ihnen die Geschwister der Betroffenen.

Denn: „Ist ein Kind schwer erkrankt, leidet es nicht nur selbst, sondern auch die restliche Familie“, erklärte Dr. Chara Gravou-Apostolatou, Leiterin des Kinderpalliativteams. „Die gesunden Geschwister kommen dann oft zu kurz, weil die gesamte Energie der Eltern für das kranke Kind gebraucht wird.“ Deshalb ist Dr. Gravou-Apostolatou über die Aktion der DIPG-Armee sehr froh: „Wir freuen uns sehr, dass der Spendenerlös aus der Bennifantenversteigerung dieses Jahr zum ersten Mal an unser Team geht und wir damit Familien in ganz Nordbayern zu Hause unterstützen können.“

Mitbieten und spenden

„Ich finde es wirklich toll, dass der HC Erlangen sich sofort bereit erklärt hat, unsere Aktion zu unterstützen“, sagte Stefan Weber. Die Spieler signierten einen von vier Bennifanten, die über die DIPG-Facebookseite an die jeweils höchstbietende Person abgegeben werden. Interessierte dürfen nicht nur ein Onlinegebot abgeben, sondern können die Versorgung von schwer kranken Kindern und Jugendlichen auch mit einer direkten Spende unterstützen:

„Deswegen haben wir in der ‚Spielkiste‘ in Höchstadt und in Altenkunstadt Spendenboxen aufgestellt“, erklärte Stefan Weber. Diese können noch bis Weihnachten befüllt werden: Der Erlös geht zu 50 Prozent an das Erlanger Kinderpalliativteam und zu 50 Prozent an die Stiftung für Innovative Medizin, die sich für die Erforschung von DIPG einsetzt.

Bennifanten für schwer kranke Kinder und Jugendliche

Mehrere Kisten voller handgenähter bunter Stoffelefanten durfte Prof. Dr. Markus Metzler, Leiter der Kinderonkologie des Uni-Klinikums Erlangen, entgegennehmen. „Die Kuscheltiere werden wir unseren jungen Patientinnen und Patienten zu Weihnachten überreichen“, freute sich Prof. Metzler.

Der Name „Bennifant“ geht auf den kleinen Ben zurück, der an DIPG verstorben ist. Weil der Junge so sehr an seinem Plüschelefanten hing, begann Bens Mutter nach seinem Tod damit, viele bunte Stoffelefanten zu nähen und für den guten Zweck zu verkaufen.