• Erlangen: Parkhaus am Großparkplatz nur noch bis 1. Mai nutzbar - "längere Nutzung ausgeschlossen"
  • Erforderliche Maßnahmen "weder technisch noch wirtschaftlich umzusetzen": Abriss "so rasch wie möglich"
  • Stadt prüft "Alternativen für die bisherigen Nutzungen": Anbindung für Klinik-Mitarbeiter "wichtiger Aspekt"

Wie die Stadt Erlangen jetzt mitteilt, kann das Parkhaus am Großparkplatz in der Parkplatzstraße "wegen statischer Mängel" nur noch bis zum 30. April genutzt werden. Ab 1. Mai bleibt das Parkhaus in der Nähe des Bahnhofs dann definitiv zu. "Eine längere Nutzung ist aus Gründen der Verkehrssicherheit ausgeschlossen“, stellte Planungs- und Baureferent Josef Weber diesbezüglich klar.

Renovierung "weder technisch noch wirtschaftlich umzusetzen": Stadt Erlangen beschäftigt sich bereits mit Alternativen

Bereits seit 2011 wird das Parkhaus am Großparkplatz "wegen des schlechten baulichen Zustands" jährlich einer Sonderprüfung unterzogen. 2015 entschied die Stadt noch "von einer aufwändigen und unwirtschaftlichen Sanierung des Parkhauses abzusehen und es stattdessen so lange wie möglich zu nutzen". Die jüngste Prüfung habe aber ergeben, dass "für eine dauerhafte weitere Nutzung nun aufwändige statische und konstruktive Maßnahmen unabdingbar wären". "Da diese Maßnahmen weder technisch noch wirtschaftlich umzusetzen sind, wird das Parkhaus nur noch bis Ende April genutzt", heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt Erlangen.

Die Stadt arbeite bereits daran, den bisherigen Nutzern ab 1. Mai eine Übergangslösung bieten zu können. Derzeit seien in dem Parkhaus schließlich "noch rund 240 Stellplätze vermietet, ein großer Teil an das Universitätsklinikum", wie die Stadt jetzt mitteilt. "Bis zur Schließung des Parkhauses wird die Stadtverwaltung Alternativen für die bisherigen Nutzungen prüfen. Ein wichtiger Aspekt bleibt dabei die Anbindung der Parkmöglichkeiten für die Mitarbeitenden des Universitätsklinikums an die Kliniklinie“, sagte Oberbürgermeister Florian Janik.

Obwohl die jüngste Sonderprüfung des 1981 errichteten Gebäudes "erneut keine unmittelbare Einsturzgefahr ergab", soll der Abriss  "so rasch wie möglich" erfolgen, weshalb die Planungen diesbezüglich bereits anlaufen. Wie das Rathaus jetzt mitteilt, scheine eine Umsetzung Anfang 2024 derzeit realistisch. Außerdem wolle man sich bei der Stadt gleichzeitig um Ersatz kümmern. "Parallel zum Abriss soll Ersatz geplant werden. So liegen Anträge aus dem Stadtrat vor, ein Interimsparkhaus zu prüfen. Denkbar wären aber auch ebenerdige Parkmöglichkeiten", erklärt die Stadt Erlangen in ihrer Pressemitteilung.