• Erlangen: Friedrich-Alexander-Universität (FAU) reagiert betroffen auf den Amoklauf in Heidelberg
  • Ereignis beschäftigt Mitarbeitende und Studierende
  • Verschiedene (psychologische) Beratungsstellen bieten Studierenden Hilfe an
  • Ist die FAU sicher genug? Universitäten bleiben "öffentliche Orte der Begegnung"

Auf dem Gelände der Universität Heidelberg hat sich am Montag (24. Januar 2022) ein Amoklauf ereignet, der in ganz Deutschland für Bestürzung sorgte. Mit einer Langwaffe verletzte ein 18-Jähriger drei Menschen, tötete eine junge Frau und danach sich selbst. Wie geht eine fränkische Universität mit solch einem Ereignis um? Die FAU Erlangen hat sich gegenüber inFranken.de dazu geäußert. 

Präsident der Uni Erlangen nach Amoklauf in Heidelberg: "Orte der Begegnung"

"Eine solche Tat, wie sie am Montag an der Universität Heidelberg passiert ist, lässt uns betroffen und fassungslos zurück", berichtet Präsident Prof. Dr. Joachim Hornegger inFranken.de. Viele Kolleg*innen hätten ihm mitgeteilt, wie sehr sie das Ereignis beschäftige. Auch in Gesprächen zwischen Universitätsleitung und Studierendenvertretung sei das Thema aufgekommen. Über verschiedene Wege habe die FAU Erlangen auf den Amoklauf reagiert. "Sei es über Social Media und über die Webseite mit Infos zu Beratungsangeboten oder mit einem Brief der Universitätsleitung an die Universität Heidelberg."

Die FAU informiert die Studierenden regelmäßig über verschiedene Anlaufstellen, an die sie sich bei psychischer Belastung wenden können. "Dazu gehören beispielsweise die Psychologisch-Psychotherapeutische Beratungsstelle des Studentenwerks, die Online-Trainings 'StudiCare' zur Bewältigung von psychischem Unwohlsein vom Lehrstuhl für Klinische Psychologie und Psychotherapie sowie die Beratungsdienste der Studienberatung und des Büros für Gender und Diversity", schildert Hornegger. 

Ist die FAU sicher genug, oder sollte das Sicherheitskonzept nach der Tat in Heidelberg noch einmal verschärft werden? Die bestehenden Notfallpläne mit Verhaltensanweisungen für verschiedene Szenarien würden nun noch einmal explizit an alle FAU-Angehörigen kommuniziert, erklärt der Erlanger Unipräsident. Sie seien eine "wertvolle Hilfestellung", um die Folgen der konkreten Situation zu mindern. Gänzlich verhindern ließen sich solche Taten jedoch nur schwer. Ein Amoklauf dürfe letztlich die Rolle einer Universität nicht behindern: "Eine Universität ist ein Ort des Austausches. Auch wenn es angesichts des Entsetzens und der Trauer schwerfallen mag: Gerade jetzt gilt es, uns klar zu Universitäten als öffentliche Orte der Begegnung zu bekennen."