Im Juni liefen beim Spendenlauf des AWO Kreisverbands Fürth-Land mehrere Generationen mit. Nun spenden sie die Hälfte des Ertrages an die Kinderklinik des Universitätsklinikums Erlangen, um eines ihrer Projekte zu unterstützen.
Viele kleine und große Hände packten mit an – viele kleine und große Füße machten Strecke: So sammelten vom Kleinkind bis zum Senior rund 75 Beteiligte beim Spendenlauf des AWO Kreisverbands Fürth-Land im Juni in Zirndorf insgesamt 4000 Euro. Wie das Universitätsklinikum Erlangen berichtet, kam das Geld durch die gemeinsam zurückgelegten 172 Kilometer sowie durch den Verkauf von Kuchen, Buttons et cetera zusammen.
2000 Euro davon gehen nun an die Kinder- und Jugendklinik (Direktor: Joachim Wölfle) des Universitätsklinikums Erlangen: Mit der stolzen Summe wird das Projekt „young AMBORA“ unterstützt. In enger Zusammenarbeit mit der Apotheke des Uni-Klinikums Erlangen wird dabei die Arzneimitteltherapiesicherheit bei oraler Tumortherapie untersucht, um unter anderem Neben- und Wechselwirkungen bei krebskranken Kindern und Jugendlichen zu vermeiden sowie Wirksamkeit und Verträglichkeit zu verbessern.
Ein Herzensprojekt von Markus Metzler, Leiter der Kinderonkologie: „Ich hoffe sehr, dass wir die umfassende Beratung und Begleitung betroffener Familien bald fest bei uns etablieren können. Wir sind von Herzen dankbar für die Spende der AWO Fürth-Land, die uns die Durchführung von young AMBORA ermöglicht.“
Die Freude darüber, den Kindern ihrer Kindertagesstätten nach über zwei Jahren Coronapandemie endlich wieder eine gemeinsame Aktion bieten zu können, merkt man den Organisatorinnen Nicole Ansorge und Juliane Altmann deutlich an. Gemeinsam stellten sie den Spendenlauf binnen kürzester Zeit auf die Beine und luden Jung und Alt dazu ein. Dank großzügiger Unterstützung von Zirndorfer Geschäften und Unternehmen – die unter anderem Verpflegung, Location und Sponsoring zur Verfügung stellten – sowie weiterer Gruppen der AWO Fürth-Land musste kein Cent ausgegeben werden: „Wir können tatsächlich den gesamten Erlös spenden!“, betont Juliane Altmann, und Nicole Ansorge ergänzt: „Besonders schön finde ich, dass es ein Mehrgenerationenprojekt war: Die Jüngeren liefen und die Älteren beteiligten sich zum Beispiel beim Verkauf.“
Die Idee für den Spendenlauf kam den beiden Organisatorinnen unter anderem, weil sie Familien helfen wollten, die vom Krieg in der Ukraine betroffen sind. Deshalb gehen 50 Prozent der Spendensumme an das Kinderhaus Zirndorf und 50 Prozent an die Kinderklinik des Uni-Klinikums Erlangen. Beide Einrichtungen unterstützen beziehungsweise behandeln geflüchtete (kranke) Kinder und Jugendliche aus der Ukraine.