Erlangen Arcaden: Schuh Mengin und Bettenhaus Amtmann schließen - folgen weitere Geschäfte? In den Erlanger Arcaden machen gleich zwei langjährige Mieter ihre Läden zu. Das Schuhgeschäft Mengin und das Bettenhaus Amtmann schließen. Laut Marius Lorbach könnten andere Händler folgen. "Derzeit gehen wir davon aus, dass bestimmt noch weitere Geschäfte schließen", sagt der Center-Manager der Erlanger Arcaden inFranken.de

Im Fall von Mengin und Amtmann seien die Beweggründe unterschiedlichen Ursprungs. Lorbach zufolge haben deren Ladenschließungen nicht zwangsläufig etwas mit der Covid-19-Pandemie zu tun. "Es handelt sich hierbei um relativ normale Vorgänge des Einzelhandels. Das sind Dinge, die nicht eins zu eins der Corona-Lage zuzuschreiben sind." 

Erlangen Arcaden: Schuh Mengin und Bettenhaus Amtmann schließen

Laut dem Center-Manager liegen für die beiden Geschäftsschließungen verschiedene Ursachen vor.

So schließt das Bettenhaus Amtmann aus Forchheim seine Erlanger Filiale etwa, weil der Mietvertrag auslaufe. "Der Vertrag endet zeitnah", erklärt Center-Manager Marius Lorbach inFranken.de. "Da wird es so sein, dass der Laden nicht mehr öffnen wird."

Schuh Mengin - im Besitz der wirtschaftlich angeschlagenen Firma Dielmann - hingegen sperre sein Geschäft möglicherweise noch einmal vorübergehend auf. "Es kann sein, dass der Mieter die Fläche nach dem Lockdown noch kurzzeitig nutzen wird", sagt Lorbach.

Weitere Ladenschließungen möglich - Händler erhalten Mietnachlass

Ziel sei es in beiden Fällen, die "Nachbelegungen" relativ zeitnah angehen zu können. "Das wird natürlich in Corona-Zeiten nicht ganz so leicht von der Hand gehen."

Ungeachtet dessen rechnet der Manager des Shopping-Centers mit weiteren Schließungen in den Arcaden. "Wir gehen davon aus, dass wir die ein oder andere Fläche neu vermieten müssen", erklärt Lorbach. "Wir sind mit jedem Mieter in intensiven Gesprächen und sprechen mit jedem über die aktuelle Situation."

Den Mietern kommt das Shopping-Center laut eigener Aussage dabei entsprechend entgegen. So erhielten die Händler bei der Kaltmiete mitunter einen Erlass von 50 Prozent. "Da greifen wir, aus unserer Sicht, den Mietern schon sehr unter die Arme. Wir versuchen, die Mieter so gut es geht zu entlasten", sagt Lorbach. "Sie sollen uns ja nach dem Lockdown erhalten bleiben."

Center-Manager hofft auf "halbwegs normales Ostergeschäft"

Weil noch immer unklar ist, wie lang der derzeitige Lockdown anhält, fährt man auf Aracden-Seite mehrgleisig. "Wir haben verschiedene Planungsszenarien in der Schublade", sagt Lorbach. "Wir hoffen natürlich sehr, dass es zumindest ein halbwegs normales Ostergeschäft geben wird."

Je früher die Läden wieder aufmachen dürften, umso besser, hält der Arcaden-Manager fest. Er betont jedoch zugleich: "Wir sind aber niemand, der sagt: Wir müssen auf jeden Fall öffnen - egal, wie hoch die Infektionslage ist. Wir sind uns da unserer Verantwortung bewusst."

Obwohl die aktuelle Situation für Eigentümer und Mieter sehr herausfordernd sei, zeigt sich Lorbach zuversichtlich, was die Zukunft des Erlanger Einkaufszentrums angeht. "Wir gehen davon aus, dass wir auch nach der Pandemie einen weiterhin starken Standort haben." Keiner müsse sich Sorgen machen, dass es die Arcaden nach der Corona-Krise nicht mehr gebe. "Unser Eigentümer ist finanzstark. Wir können das aushalten."

"Glamour Shopping Week" im April

Um die Kunden nach überstandenem Lockdown wieder in das Shopping-Center zu locken, hielten die Erlanger Arcaden verschiedene Ideen und Konzepte bereit. "Wir müssen natürlich schauen, was wir machen dürfen. Ansonsten würden wir für unsere Kunden ein Event nach dem anderen veranstalten", sagt der Center-Manager.

Mittelfristig stehe nun erst einmal die Teilnahme an der "Glamour Shopping Week" Anfang April an. "Wir hoffen, dass ab April wieder so etwas wie eine Shopping-Normalität herrscht."

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